Plütt Autowelt steht vor der Pleite
Das Honda- und Suzuki-Autohaus Plütt im rheinischen Burscheid-Hilgen geht zum zweiten Mal in die Insolvenz. Betroffen sind nun die Investoren, die im Jahr 2002 den Betrieb weiterführten.

Fast zwölf Jahre nachdem das Autohaus Plütt im nordrhein-westfälischen Burscheid-Hilgen zahlungsunfähig wurde, hat nun auch die Nachfolgegesellschaft Plütt Autowelt GmbH Insolvenz angemeldet. Wie die Online-Ausgabe des „Remscheider Generalanzeigers“ (RGA) berichtet, hat das zuständige Amtsgericht Köln wegen massiver finanzieller Engpässe Ende April das Insolvenzverfahren über das angeschlagene Honda- und Suzuki-Autohaus eröffnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Wuppertaler Anwalt Marc d'Avoine bestellt.
Das Autohaus Plütt in Burscheid-Hilgen wurde 1977 von Heinrich Platthaus als „Autohaus Plütt GmbH“ gegründet. Im Lauf der Jahre wurde aus dem Kleinbetrieb ein veritables Autohaus mit Neu- und Gebrauchtwagenverkauf sowie Kunden- und Werkstattservice. Nach zahlreichen Erweiterungen zählte das Unternehmen Anfang der 1990er Jahre zu den größten Honda-Vertragshändlern Deutschlands. 1993 kam die Marke Suzuki dazu. Drei Jahre später ergänzte das Autohaus Plütt sein Angebot als Vertragspartner der Marke Volvo. Parallel dazu wurde der Handelsbetrieb an der Kölner Straße um einen dreistöckigen Neubau erweitert.
Im Herbst 2002 kam jedoch das vorläufige Aus. Wegen massiver Zahlungsschwierigkeiten beantragte Firmengründer Heinrich Platthaus die Insolvenz. Wenig später übernahmen sein damals 19-jähriger Sohn Tobias Platthaus und Verkaufsleiter Ralf Schlangenott die Leitung der Nachfolgegesellschaft „Plütt Autowelt GmbH“, die im Mai 2003 an den Start ging. Nun aber ist der Hilgener Honda- und Suzuki-Händler zum zweiten Mal insolvent.
Insolvenzverwalter Marc d'Avoine ist dem Bericht zufolge momentan damit beschäftigt, ein mögliches Weiterführungsszenario für den insolventen Betrieb und seine derzeit 22 Mitarbeiter zu entwickeln. Deren Insolvenzgeld ist für die kommenden drei Monate gesichert. Mindestens bis dahin läuft der Geschäftsbetrieb weiter. D'Avoine geht davon aus, dass frühestens Anfang Juli die Prüfung der Geschäftszahlen und der noch zu erarbeitende Restrukturierungsplan so weit gediehen sind, dass definitive Aussagen über eine etwaige Fortführung des Betriebes getroffen werden könnten.
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