Dacia-Rückrufe: Achsfedern und Lenkstange

Über 5.500 Einheiten in Deutschland betroffen

| Autor: Niko Ganzer

Beim Dacia Duster können die Hinterachsfedern aus dem Federteller springen.
Beim Dacia Duster können die Hinterachsfedern aus dem Federteller springen. (Foto: Rosenow)

Die sonst eher selten in der Rückrufliste vertretene Renault-Tochter Dacia hat zu Jahresbeginn gleich zwei Rückrufaktionen vor der Brust. Die größere betrifft den Duster mit Vorderradantrieb aus dem Produktionszeitraum vom 13. März bis 2. Juni 2014. „Beim Überfahren eines Hindernisses können die Schwingungen der Hinterachse zu einem Verrutschen der Federn in den Federtellern führen, wodurch sie bei einem starken Ausfederungsvorgang aus dem Federteller herausspringen können“, erklärte eine Sprecherin den Hintergrund der Maßnahme.

Für den Austausch der Hinterachsfedern plant der Hersteller gut 45 Minuten ein. Anschließend wird das Fahrzeug in der weltweiten Datenbank für das Händlernetz (ICM-System) mit dem Code „0C4P“ versehen. In Ländern, die noch nicht mit ICM arbeiten, werden die SUV am vorderen Stoßdämpferdom mit einem blauen Aufkleber markiert, auf dem das Feld „C6“ angekreuzt ist. Von den weltweit 22.657 betroffenen Einheiten sind 3.201 in Deutschland registriert. Die Aktion wurde am 9. Februar gestartet.

Seit Ende Januar läuft unter dem Code „0C7T“ ein weiterer Rückruf. Hier geht es um die Modellreihen Dokker, Logan, Sandero und Lodgy. Bei starker Beanspruchung könne infolge von Materialermüdung die Spurstange des Lenkgetriebes brechen, sagte die Sprecherin. Schuld am möglichen Verlust der Lenkbarkeit habe der Zulieferer: „Der Vorfall wird verursacht von Rissen, die während des Strangpressens beim Zulieferer aufgetreten sind.“

Daher wird in der Werkstatt zunächst die Seriennummer des Lenkgetriebes überprüft. Falls erforderlich, erfolgt der Austausch der Spurstange. Maximaler Werkstattaufenthalt: 2,5 Stunden. Der anschließend angebrachte blaue Aufkleber am Stoßdämpferdom erhält das Kreuz bei Feld „A2“. In Deutschland müssen laut Hersteller 2.381 Fahrzeuge zum Vertragspartner, gebaut zwischen 17. September und 4. Dezember 2015. Weltweit geht es um knapp 29.000 Einheiten. Beide Rückrufe werden vom Kraftfahrt-Bundesamt überwacht.

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