Skoda Karoq: Der Yeti hat ausgedient

Autor Andreas Grimm

Im Skoda-Universum geht das Yeti-Zeitalter zu Ende. Das Vorreiter-SUV des Fabrikats wird radikal ersetzt – sein Nachfolger wird nicht einmal den Namen behalten. Ansonsten setzt sich der Neue Skoda-typisch in Szene.

Skoda bekommt einen neuen Kompakt-SUV. Aus dem früheren Yeti wird der Karoq.
Skoda bekommt einen neuen Kompakt-SUV. Aus dem früheren Yeti wird der Karoq.
(Bild: Skoda)

Die Entscheider in der Skoda-Führungsetage scheinen ein Faible für Alaska zu pflegen. Nachdem das große SUV Kodiaq nach einer zu Alaska gehörenden Insel benannt wurde, greift der Name des Yeti-Nachfolgers nun den Namen der Ureinwohner dieser Insel auf. Das Kompakt-SUV kommt als „Karoq“ wohl im November in die Schauräume der Händler.

In gewisser Weise ist der Schnitt in der Terminologie und der Abschied vom „Yeti“ allerdings konsequent, denn das nun kommende kompakte SUV hat mit dem bisherigen Modell wenig zu tun. Das erste Skoda-SUV war letztlich eine singuläre Erscheinung in Formensprache und Technik.

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Der Karoq wird sich dagegen organisch in das Markendesign einfügen, das lässt sich bereits an den jetzt veröffentlichten Erlkönig-Motiven ableiten. Die schmalen Frontleuchten, der Kühlergrill, die keilförmige Heckleuchten-Gruppe, die Formungen in der Heckklappe sprechen für eine enge Verwandtschaft der beiden tschechischen SUV. Vorgestellt und „enttarnt“ wird der Karoq vor Pressevertretern erstmals Mitte Mai.

Technisch folgt der neue Kompakt-SUV den Vorgaben der Konzernstrategie. Er steht auf der gleichen Plattform wie der Seat Ateca. Folglich wächst er in seinen Abmessungen deutlich gegenüber dem Yeti. Laut Skoda misst der Karoq 4.382 Millimeter in der Länge, ist 1.841 Millimeter breit und 1.605 Millimeter hoch. (Zum Vergleich: Der Seat Ateca hat die Maße 4.363 x 1.841 x 1.611 Millimeter.) Der Radstand beträgt 2.638 Millimeter, was den Passagieren zugute kommt. Die Kniefreiheit beträgt 68 Millimeter.

Zu den Preisen gibt Skoda noch keine Informationen. Angesichts der zuletzt praktizierten Preispositionierung der Modelle der Konzernmarken Seat, Skoda und VW wird der Einstiegspreis zwischen den Basismodellen von Ateca und Tiguan liegen, also bei gut 21.000 Euro.

Zwei Benziner, drei Diesel

Auch in der Motorisierung greift Skoda ins Konzernregal. Der Karoq soll mit fünf Motorvarianten – zwei Benziner und drei Diesel – angeboten werden, die zwischen 85 kW/115 PS bis 140 kW/190 PS leisten. Auch diese Leistungsspanne ist vom Ateca bekannt. Zudem gibt es das Skoda-SUV mit Full-LED-Scheinwerfern und mit neuen Fahrerassistenzsystemen. Namentlich sind das Parkassistent, Lane Assist oder der Stauassistent. Dazu gibt es eine Totwinkel-Überwachung und einen vorausschauenden Fußgängerschutz.

Auf das Skoda-typische Alleinstellungsmerkmal, das Raumangebot, haben die Produktplaner wieder großen Wert gelegt. Der Kofferraum fasst ein Volumen von 521 Liter bei fest stehender hinterer Sitzbank. Bei umgeklappten Rücksitzen erhöht sich das Fassungsvermögen auf 1.630 Liter. Hier schlägt der Skoda den Bruder Ateca (485/1.579 Liter). In Verbindung mit der optionalen Vario-Flex-Rückbank ist der Stauraum variabel und fasst zwischen 479 und 588 Liter. Die Sitze lassen sich auch komplett ausbauen – dann wird das kompakte SUV mit einem maximalen Laderaumvolumen von 1.810 Litern zum Kleintransporter.

Infotainment und Konnektivität sind natürlich für den Marktstart eines letztlich neuen Modells Pflicht. Die Infotainmentbausteine kommen aus der zweiten Generation des Modularen Infotainment Baukastens des Konzerns. Mit an Bord sind ein WLAN-Hotspot, der ab 2018 vorgeschriebene Notfallassistent („Care Connect“) und die Skoda-Connect-App.

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