Mexikanischer Investor schluckt Artega

Autor / Redakteur: dpa/gst / Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Der mexikanische Privatinvestor Tresalia Capital übernimmt 100 Prozent der Anteile am insolventen ostwestfälischen Sportwagenbauer Artega. Bislang hielten die Mexikaner 48 Prozent der Artega-Anteile.

Der ostwestfälische Sportwagenbauer Artega bekommt einen neuen Eigentümer. Der mexikanische Privatinvestor Tresalia Capital übernehme 100 Prozent der Anteile, teilte Artega am Mittwoch mit.

Der bisherige Mehrheitsgesellschafter und Geschäftsführer Klaus Dieter Frers, der Artega 2006 gegründet hatte, ziehe sich zurück. Er wolle sich künftig ganz um seine Aufgaben als Vorstandschef der Paragon AG kümmern. Der Autozulieferer hatte Anfang Oktober Insolvenz angemeldet.

Der Investor - in Deutschland vertreten durch die AB 15/08 Vermögensverwaltungs GmbH mit Sitz in Kriftel bei Frankfurt - war seit Oktober 2008 Minderheitsgesellschafter und hielt bislang 48 Prozent der stimmberechtigten Anteile an Artega.

Artega-Beirat konstituiert sich neu

Tresalia Capital ist den Angaben zufolge unter anderem einer der Hauptaktionäre der Modelo Brauerei („Corona“). Im Zuge der Veränderungen konstituiert sich auch der Beirat von Artega neu. Er wird vom früheren Continental-Manager und Infineon-Vorstandschef Wolfgang Ziebart geleitet, der bis auf weiteres auch die Geschäftsführung übernimmt.

Die Artega Automobil GmbH & Co. KG entwickelte den Sportwagen Artega GT, ein zweitüriges Coupé. Bislang sei rund ein Dutzend der etwa 80.000 Euro teuren Autos an Kunden geliefert worden, sagte Sprecher Matthias Hack. Die Produktion gehe weiter, vorläufig verließen aber keine Autos das Werk. Das Geld des Investors soll in die Logistik fließen. Derzeit hat Artega 54 Beschäftigte.

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