GTÜ baut Marktanteil erneut aus

Von Gerd Steiler

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Die Gesellschaft für Technische Überwachung führte im vergangenen Jahr bundesweit rund 3,7 Millionen Kfz-Hauptuntersuchungen durch. Fast jedes fünfte Auto fiel mit erheblichen Mängeln durch.

GTÜ holt weiter auf: GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi (Mitte) zog bei der AMI-Pressekonferenz zusammen mit Pressechef Hans-Jürgen Götz (li.) und Technikleiter Robert Köstler eine positive Bilanz für 2011.(Foto:  GTÜ)
GTÜ holt weiter auf: GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi (Mitte) zog bei der AMI-Pressekonferenz zusammen mit Pressechef Hans-Jürgen Götz (li.) und Technikleiter Robert Köstler eine positive Bilanz für 2011.
(Foto: GTÜ)

Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) steuert weiter auf Wachstumskurs. Im Jahr 2011 führte die in Stuttgart beheimatete Sachverständigenorganisation 14,2 Prozent (Vorjahr: 13,9 Prozent) aller in Deutschland registrierten Kfz-Hauptuntersuchungen (HU) durch. Damit behauptete die GTÜ klar Platz drei hinter TÜV (38,9 Prozent) und Dekra (34,1 Prozent).

Die rasante Entwicklung der GTÜ in den vergangenen zehn Jahren verdeutlichte GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi auf einer Pressekonferenz im Rahmen der Leipziger AMI. Demnach führte die GTÜ im Jahr 2011 gut 5,9 Millionen Fahrzeuguntersuchungen durch und damit fast 75 Prozent mehr als 2001 (3,4 Millionen). Ähnlich rasant stieg die Zahl der durchgeführten Hauptuntersuchungen (HU) im gleichen Zeitraum von 2,4 auf 3,7 Millionen. Parallel dazu wuchs das Team der eingesetzten Kfz-Sachverständigen von 1.434 auf 2.169 Mitarbeiter.

2011: Fast jedes fünfte Auto fiel durch

Im vergangenen Jahr prüfte die GTÜ im Rahmen der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) bundesweit rund 3,7 Millionen Pkw. Dabei blieb mit 48,3 Prozent (Vorjahr: 48,3 Prozent) fast jedes zweite untersuchte Auto „ohne Mängel“. „Geringe Mängel“ wiesen 32,2 Prozent (Vorjahr: 32,9 Prozent) der geprüften Pkw auf. Bei 19,5 Prozent der Probanden stellten die GTÜ-Tester „erhebliche Mängel“ fest. Das heißt fast jedes fünfte Auto fiel bei der HU durch und musste zur Nachuntersuchung.

Die meisten festgestellten Mängel gab es 2011, wie schon in den beiden Vorjahren, mit 24,1 Prozent im Bereich „Beleuchtung und Elektronik“. Dahinter folgen die Mängel-Gruppen „Bremsanlage“ (18,8 Prozent), „Achsen, Räder, Reifen“ (17,2 Prozent), „Umwelttechnik“ (15,9 Prozent) und „Fahrgestell, Rahmen, Aufbau“ (11,0 Prozent). Weitere 13,0 Prozent entfielen auf „sonstige Mängel“. Zwischen und innerhalb der einzelnen Mängelsparten gab es seit 2009 nur marginale Veränderungen.

Schwachpunkt "Beleuchtung/Elektrik"

Häufigste Mängel in den Top-Mängel-Gruppen bei den 1 bis 7 Jahre alten Pkw waren laut GTÜ-Statistik auch 2011:

  • „Beleuchtung und Elektrik“ (40,2 Prozent): Abblendlicht, Kennzeichenbeleuchtung, Nebelscheinwerfer, Bremsleuchten, Blinker
  • „Bremsanlage“ (30,5 Prozent): Bremsbeläge, Bremsscheiben, Handbremse
  • „Fahrwerk“ (23,8 Prozent): Spurstangenköpfe, Stabilisatoren, Gelenke, Radlager

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