„Der neue Jumpy ist der eigentliche VW T7“

Von Christoph Baeuchle

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Citroën kommt bei der Marktentwicklung in diesem Jahr nicht mit. Deutschland-Geschäftsführer Holger Böhme ist überzeugt, dass sich das ändern wird und erläutert wie.

Citroën-Geschäftsführer Holger Böhme rechnet für 2016 mit steigendem Absatz.(Foto:  Baeuchle)
Citroën-Geschäftsführer Holger Böhme rechnet für 2016 mit steigendem Absatz.
(Foto: Baeuchle)

Redaktion: Herr Böhme, der neue Citroën Cactus Concept M sieht ein wenig nach Itsy Bitsy Teenie Weenie Strandbikini aus.

Holger Böhme: Wir haben ja eine lange Tradition in diesem Segment und daran knüpfen wir an. Die Idee für den Concept M ist vom Mehari inspiriert – sehr puristisch und auf Freizeit ausgelegt. Er zeigt diverse gute Ideen. Wenn Sie zum Beispiel direkt aus dem Meer kommen, ist dies kein Problem. Der Innenraum hat einen Ablaufkanal, er kann mit Wasser ausgespült werden. Zudem sind die Sitze gegen Salz resistent. Freizeitvergnügen pur also.

Hat der Cactus Concept M eine Chance in Kleinserie?

Schwer zu sagen. Entscheidend ist die Resonanz. Er hätte es auf jeden Fall verdient. Mit einem solchen Auto könnten wir viel für die Marke bewegen.

Der Bluesummer von Bolloré, der über Citroën-Vertragspartner in Frankreich vertrieben wird, geht in die gleiche Richtung. Verlegt sich die Marke auf Strand- und Fun-Cars?

Nein, wir werden uns nicht auf Nischenprodukte konzentrieren. Die gesamte Marke geht Richtung Design, Lifestyle und Freude am Auto.

Neben dem Concept M haben Sie auf der IAA auch das Concept Car Aircross gezeigt. Wieder gibt es Anleihen vom Cactus. Wie gut ist es für Citroën Deutschland, dass der Cactus immer stärker in den Mittelpunkt rückt?

Das ist gut, denn der C4 Cactus verkörpert die Neupositionierung der Marke Citroën. Aber wir dürfen unsere Volumenträger natürlich nicht vergessen: C1, Berlingo und C4 Picasso.

In Deutschland tun sich die Verbraucher schwer mit extravagantem Design. Da gibt es diverse Beispiele, die Sie besser kennen als ich, z.B. Renault Avantime, Vel Satis und nun der Cactus.

Da müssen Sie die Kollegen von Renault fragen. Was den C4 Cactus betrifft: Er ist mit einem Zukunftskonzept nach vorne gerichtet.

Dennoch tut sich Citroën in Deutschland weiter schwer mit dem Cactus.

Bislang haben wir etwa 8.000 Fahrzeuge auf der Straße. Das ist ein guter Anfang für ein Fahrzeug mit einer kompletten Neupositionierung. Wir haben beim C4 Cactus eine Eroberungsquote von 56 Prozent. Wir haben den C4 Cactus klar positioniert. Das kommt zum Beispiel auch in der Werbung zum Ausdruck. Hier liegt die Erinnerungsquote bei 72 Prozent. Damit liegen wir unter den Top drei.

Aber ursprünglich hatten Sie mehr erwartet.

Als Marke haben wir einen Anteil von rund zwei Prozent. Da brauchen wir etwas Zeit, bis sich das Auto durchsetzt. Wir halten weiter den Werbedruck hoch. Mit einer Roadshow in Mittel- und Norddeutschland sorgen wir für Aufmerksamkeit. Am Ende des Jahres rechne ich mit 7.000 verkauften Einheiten. Das ist nicht schlecht.

Jenseits von den Konzeptfahrzeugen war auf der IAA von Citroën wenig Neues zu sehen. Mit welchen Fahrzeugen punkten Sie im nächsten Jahr?

Die absolute Neuigkeit wird der Jumpy sein. Er ist ein völlig neues Modell, sehr Pkw-lastig und ist der eigentliche VW T7. Damit wecken wir viel Aufmerksamkeit. Aber auch bei den anderen Modellen sieht es gut aus. Mit C1, Berlingo und C4 Picasso machen wir Volumen. Das nächste Jahr wird besser als 2015.

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