Automechanika 2024 Bosch-Angebote für die Fahrzeugwartung und -diagnose

Von Malika Matkarimova 3 min Lesedauer

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Ein neues System von Bosch halbiert die Rüstzeit für die Kalibriervorrichtung im Vergleich zu traditionellen Methoden. Auch andere Produkte des Anbieters bieten Verbesserungen für Werkstätten.

Bosch bietet Online-Unterstützung durch Experten bei komplexen Werkstattaufgaben. (Bild:  Bosch)
Bosch bietet Online-Unterstützung durch Experten bei komplexen Werkstattaufgaben.
(Bild: Bosch)

Auf der Automechanika stellt Bosch eine Reihe von Konzepten vor, die speziell auf die Anforderungen in der Fahrzeugwartung und -diagnose abgestimmt sind. Es gibt neue Entwicklungen in den Bereichen Kalibrierungs- und Diagnosesysteme, Hochvolt-Prüfgeräte sowie ein Ferndiagnose-Dienst für Kfz-Werkstätten.

Fahrerassistenzsysteme gehören inzwischen zur Standardausstattung moderner Fahrzeuge. Damit diese Systeme zuverlässig funktionieren, müssen die Sensoren und Kameras präzise kalibriert sein. Bosch hat hierfür eine Software entwickelt, die die Rekalibrierung dieser Systeme in Werkstätten unterstützt. Die Hauptfunktion des Systems ist die präzise Einstellung und Kalibrierung von Sensoren und Kamerasystemen. Die Software führt den Anwender schrittweise durch den Aufbau und die Ausrichtung der Kalibriervorrichtungen.

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Neu im Portfolio des Unternehmens sind der Radarreflektor CTA 120 zur Kalibrierung von Radarsensoren und der Doppler-Simulator CTA 110 für die Seiten- und Heckradar-Kalibrierung. Beide Geräte werden in Kombination mit der ADAS-One-Solution-Software verwendet. Das System bietet eine benutzerfreundliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zur korrekten Einrichtung und Justage und halbiert die Rüstzeiten im Vergleich zu manuellen Verfahren. Nach Abschluss der Kalibrierung erstellt die Software ein Protokoll, das die exakte Justage dokumentiert und als Nachweis für die herstellerkonforme Durchführung dient.

Prüfen und Laden der Hochvolt-Batterien

Bosch reagiert auf die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen mit der Entwicklung neuer Prüfgeräte für Hochvolt-Komponenten und Antriebsbatterien, die speziell für den Einsatz durch qualifizierte Fachkräfte konzipiert sind. Die drei neuen Geräte bieten Funktionen zur Diagnose, Wartung und Prüfung von Hochvolt-Batterien. Das tragbare Gerät, HV-Modul-Lader/-Entlader, soll die präzise Diagnose und Wartung von Hochvolt-Batterien ermöglichen. Es überprüft die Ladekapazität bis auf Zellebene und gleicht Spannungsabweichungen zwischen den Batteriemodulen aus. Es führt schnelle (Ent-)Ladungen mit hoher Spannung durch und unterstützt den Austausch einzelner Module sowie das Laden eingelagerter Module.

Der HV-Zellenausgleicher ist darauf ausgelegt, Spannungsabweichungen in Batteriezellen zu korrigieren, die Leistung der Batterie zu verbessern und nach einem Zellenaustausch ein einheitliches Spannungsniveau sicherzustellen. Er arbeitet mit niedriger Spannung und Strom und unterstützt verschiedene Batterietypen. Der HV-Dichtheitstester prüft die Dichtheit von Hochvolt-Batteriegehäusen. Das Gerät soll Leckagen erkennen und überprüfen, ob Wasser oder korrosive Gase eingedrungen sind. Das Gerät verwendet einen flexiblen Druckschlauch für die Luftdruckprüfung und führt selbstständig eine Lecksuche durch, wobei es sowohl Niederdruck- als auch Hochdruckprüfungen unterstützt. Alle drei Geräte bieten laut Anbieter Echtzeit-Datenanzeige und erstellen umfassende Prüfberichte über einen 10-Zoll-Touchscreen.

Diagnosesoftware und Unterstützung per Fernzugriff

Bosch hat seine Diagnosesoftware Esitronic weiterentwickelt und um neue Funktionen erweitert. Die Software bietet nun einen benutzerfreundlichen Startbildschirm, der individuell angepasst werden kann. Das System vereint Diagnose, Secure Diagnostics Access (SDA), Bosch-Wartungs- und Reparaturanleitungen sowie Original-Herstellerdokumente auf einer Plattform. Das Programm ermöglicht direkten Zugriff auf Herstellerdokumente ohne zusätzliche Diagnosegeräte oder Kosten. Es unterstützt bereits Marken wie Audi, VW und Fiat. Zudem bietet das System durch SDA standardisierten Zugang zu geschützten Fahrzeugdaten vieler Hersteller. Ab 2025 soll es auch vollumfänglich Tesla-Fahrzeuge unterstützen.

Die Software wird durch den Remote Diagnostic Service (RDS) ergänzt. Angesichts der zunehmenden Komplexität moderner Fahrzeugsysteme bietet Bosch Unterstützung bei Wartung und Reparatur per Fernzugriff. Mit einem KTS 560/590 oder RDS 500 können die Service-Experten von Bosch remote auf das Fahrzeug zugreifen und diverse Aufgaben erledigen – von Updates der Steuergeräte über das Kodieren von Schlüsseln bis hin zum Anlernen von Komponenten wie einer Anhängerkupplung.

Halle 9.0, Stand A05

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