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50 Jahre Alfa Romeo Alfasud

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Chronik

  • 1967: Seit Beginn der 1950er Jahre und dem damals lancierten Alfa 1900 verfolgt der Mailänder Hersteller die Idee eines Modells mit Frontantrieb. Umgesetzt wird sie beim neuen Einstiegsmodell der Marke, das ab 1967 geplant wird und in neuem Werk in Süditalien produziert werden soll.
  • 1968: Gründung der formal unabhängigen Alfasud S.p.A. Am 28. April erfolgte die Grundsteinlegung im neuen Werk Pomigliano d’Arco bei Neapel. Auf den Prüfständen werden die Boxermotoren des Alfasud erprobt. Mit der Formenfindung für den Alfasud wird Giorgetto Giugiaro beauftragt.
  • 1971: Auf dem Turiner Salon feiert der Alfasud als neues Einstiegsmodell der Marke mit Boxer-Benziner Weltpremiere. Der Viertürer misst 3,89 Meter in der Länge und 1,59 Meter in der Breite. „Der Alfasud musste offensichtlich Vorderradantrieb haben. Und er musste ein luxuriöser Kleinwagen sein, ein Fünfsitzer mit einem sehr großen Kofferraum“, beschrieb Entwicklungschef Rudolf Hruska das Projekt Alfasud einige Jahre später. Ebenfalls in Turin debütiert das Show Car Alfa Romeo Caimano, ein keilförmiger Sportwagen auf Alfasud-Basis, designt von Giugiaro.
  • 1972: Im April Start der Alfasud-Serienproduktion als viertürige Limousine. Später starten Montagefertigungen in Südafrika, Malaysia und Malta. In Deutschland wird der Alfasud zum Kampfpreis von 7.990 Mark eingeführt und konkurriert mit Autobianchi A111, Fiat 124 Special, Citroen GS, Peugeot 304, Renault 12, Opel Kadett/Ascona, Ford Escort oder dem leistungsschwächeren Volkswagen 1303 LS. Im Jahr 1972 überschreitet die Zahl aller jemals gefertigten Alfa Romeo die Grenze von einer Million. Der Alfasud allein fügt eine weitere Million Einheiten hinzu.
  • 1973: Im Oktober Einführung einer zweitürigen Karosserievariante (Alfasud ti). Im ersten kompletten Produktionsjahr werden 78.900 Alfasud ausgeliefert.
  • 1974: Mit 100.000 produzierten Alfasud Berlina erreicht der kleinste Alfa in diesem Jahr ein Allzeithoch.
  • 1975: Vorstellung und Produktionsanlauf für die Kombiversion Alfasud Giardinetta. In diesem Jahr werden 22.000 Alfasud an deutsche Kunden ausgeliefert. Beginn einer Markenpokal-Rennserie mit dem Alfasud 1.3 ti, zunächst in Österreich, organisiert vom Rennfahrer Johannes Ortner. Nur ein Jahr später greift Alfa Romeo diese Idee auf und lanciert Markenpokale in Österreich, Deutschland und Frankreich.
  • 1976: Im September geht das ebenfalls von Giugiaro gezeichnete dreitürige Coupé Alfasud Sprint in Serie, dies zunächst mit neuem 1,3-Liter-Boxermotor, der wenig später auch in den Limousinen eingesetzt wird.
  • 1977: Alfa Romeo richtet die europaweite Trofeo Alfasud Europa aus als Markenpokalserie. Die mit Teilen von Autodelta nachgeschärften Alfasud-Rennwagen leisten mindestens 120 PS. Die Jahresproduktion des Alfasud fällt auf 86.200 Einheiten, hinzukommen 12.000 Alfasud Sprint.
  • 1978: Präsentation eines 1,5-Liter-Boxermotors für Limousine und Sprint. Der Sprint erreicht sein bestes Jahr mit 19.200 gebauten Coupés, vom Alfasud werden 86.300 Einheiten ausgeliefert.
  • 1979: Neue 1,5-Liter-Spitzenmotorisierung mit 95 PS.
  • 1980: Facelift für die gesamte Alfasud-Baureihe, dabei Vorstellung der Alfasud-Limousinen mit Heckklappe. Die Motivation und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter im Alfasud-Werk bereitet dem Konzern Sorgen. Eine angebliche tägliche Abwesenheitsquote von 20 Prozent der Mitarbeiter ist Europarekord, bei einem Fußballspiel der Nationalmannschaft sollen sogar 40 Prozent der Arbeiter gefehlt haben, 20 Prozent der Belegschaft sollen von der Krankenkasse eine körperliche Behinderung bescheinigt bekommen haben, knapp fünf Prozent seien sogar Invaliden. Der mögliche Fahrzeugausstoß betrage deshalb nur noch 455 Fahrzeuge, 30 Prozent weniger als Autos verkauft werden und produziert werden könnten. Insgesamt werden in diesem Jahr 84.200 Alfasud gebaut und 16.000 Sprint.
  • 1981: Marktstart für die Alfasud-Limousinen mit Heckklappe.
  • 1982: Für den Einsatz in der Gruppe B der Rallye-WM entstehen zwei Prototypen des Typs Sprint 6C mit Hinterradantrieb und leistungsgesteigertem Sechszylinder-Mittelmotor aus dem GTV6. Allerdings kommt es nicht zum Motorsporteinsatz, zumal die Gruppe B kurzlebig ist.
  • 1983: Zum Modelljahr 1984 Einstellung der Alfasud-Limousinen. Neu ist der Alfasud Sprint 1.5/1.5 QV mit 1,5-Liter-Motor und jetzt 105 PS. Im letzten vollen Produktionsjahr für den Alfasud werden 18.500 Berlina gebaut und 14.000 Sprint.
  • 1984: Zwischen 1971 und 1984 wurden 900.925 Alfasud als Berlina und Giardinetta produziert. Bis heute ist der Alfasud einer der meistverkauften Alfa Romeo aller Zeiten.
  • 1986: Seit 1933 war Alfa Romeo im Besitz der italienischen Staatsholding IRI (Istituto per la Ricostruzione Industriale), die 1986 die Marke an die Fiat Gruppe verkauft.
  • 1987: Der sportliche Sprint hat den Modellnamen Alfasud abgelegt. Einführung des 1,7-Liter-Boxermotors im Sprint, der zuvor bereits im Alfasud-Nachfolger Alfa 33 debütierte. Mit 114-PS-Motor knackt der Sprint erstmals offiziell die imageträchtige Vmax-Marke von 200 km/h. Die Australier Barry Lock und Paul Halstead legen eine Serie (Alfasud) Sprint mit 300 PS starkem 5,0-Liter-V8 und Hinterradantrieb auf.
  • 1988: Jetzt auch Version mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator für den Sprint im Angebot.
  • 1989: Ende des Jahres verschwindet das Coupé Sprint aus den Preislisten, produziert werden 1989 ohnehin nur noch 54 Einheiten (insgesamt sind es 121.434 Sprint).
  • 1994: Im Kompaktklasse-Duo Alfa 145/146 geht der Boxermotor des Alfasud ins Finale seines Produktionszyklus.
  • 2019: Nun sind sämtliche Alfasud-Typen Kandidaten für das H-Kennzeichen, das amtliche Oldtimer-Signet.
  • 2021: Die Alfa-Community feiert das Jubiläum 50 Jahre Alfasud auf vielfältige Weise, teilweise auch erst im Jahr 2022, da der Vertriebsstart auf vielen Exportmärkten erst 1972 erfolgte.

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