Porsche Absatz und Rendite schrumpfen im ersten Quartal

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Premiumhersteller hat zum Jahresstart weniger verkauft und verdient. Die Unternehmensführung nennt verschiedene Gründe – und will unverdrossen die Rendite noch in diesem Jahr wieder steigern.

Porsche verdient nicht schlecht, aber nicht mehr so gut wie im Vorjahr.(Bild:  Marco Prosch/ Porsche)
Porsche verdient nicht schlecht, aber nicht mehr so gut wie im Vorjahr.
(Bild: Marco Prosch/ Porsche)

Der Sport- und Geländewagenbauer Porsche ist wegen der Erneuerung mehrerer Modelle deutlich schwächer ins neue Jahr gestartet. Der Umsatz von Januar bis März schrumpfte im Jahresvergleich um mehr als ein Zehntel auf 9,01 Milliarden Euro, wie die Volkswagen-Tochter am Freitagabend in Stuttgart mit dem Börsenschluss mitteilte. Das operative Konzernergebnis lag mit 1,28 Milliarden Euro rund 30 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Porsche-Chef Oliver Blume hatte die Erwartungen bereits im März gedämpft und von einem Übergangsjahr gesprochen. 2024 erneuern die Zuffenhausener vier ihrer sechs Modellreihen. Blume zufolge ist das die größte Modelloffensive in der Unternehmensgeschichte. Auf den Markt kommen neue Versionen des Panamera und des Elektrosportwagens Taycan sowie der vollelektrische Kompakt-SUV Macan. Der Klassiker 911 wird im Frühsommer aufgefrischt. Bereits Ende 2023 startete der neue Cayenne, das meistverkaufte Porsche-Modell.

Analysten hatten im Schnitt geringere Rückgänge erwartet, die Anleger reagierten verschnupft. Die Porsche-Aktie verlor am Montag an Wert. Trotz des Aufschwungs seit Anfang des Jahres liegt der Kurs mit rund 88 Euro weit unter den Hochs von um die 120 Euro aus dem Sommer 2023. Porsche habe im ersten Quartal beim für den Umsatz maßgeblichen Absatz deutlich schwächer abgeschnitten, als es die Auslieferungen an Kunden angedeutet hätten, sagte der Analyst Stephen Reitman.

Die Erneuerung der Modellpalette ließ die Kosten für Forschung und Entwicklung sowie Marketing zuletzt stark steigen. Der Prozess sei mit hohem Aufwand verbunden, sagte Porsche-Finanzchef Lutz Meschke laut Mitteilung. Investitionen und Produktanläufe von heute seien aber die Gewinne von morgen. „Im ersten Quartal haben wir kräftig Schwung geholt, um die Grundlage für zukünftige Erfolge zu schaffen.“

Die Übergangszeit zwischen den Modellreihen zeigt sich auch in den Verkaufszahlen: Wie bereits bekannt, hatte der Autobauer von Januar bis März 77.640 Fahrzeuge an Kundinnen und Kunden ausgeliefert – vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Absatzminus geht aber auch auf Probleme im wichtigsten Automarkt China und in Nordamerika zurück.

An seinen bereits zurückhaltenden Jahreszielen hält das Management fest - unter der Voraussetzung, dass sich die weltweit wirtschaftliche Lage nicht signifikant verschlechtert. 2024 rechnen die Zuffenhausener mit einem Umsatz zwischen 40 und 42 Milliarden Euro. Die operative Rendite soll 15 bis 17 Prozent erreichen – und damit weniger als 2023. Langfristig strebt Porsche einen Wert von mehr als 20 Prozent an. Im ersten Quartal betrug die Rendite 14,2 Prozent.

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