Stellantis Absatzrückgänge in Europa und den USA

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Die schwächere Nachfrage in mehreren Kernmärkten bekommt Stellantis im ersten Quartal deutlich zu spüren. Der Absatz sinkt. Aber auch auf Modell-Ebene gibt es Gründe für die Schwäche.

Stellantis hat zum Jahresstart mit Absatzrückgängen zu kämpfen.(Bild:  Stellantis)
Stellantis hat zum Jahresstart mit Absatzrückgängen zu kämpfen.
(Bild: Stellantis)

Der Autobauer Stellantis hat zum Jahresstart weniger Fahrzeuge verkauft. Dabei spielten auch Modellwechsel eine Rolle, die erst in der zweiten Jahreshälfte Rückenwind liefern sollen. Der Absatz fiel im ersten Quartal im Jahresvergleich um ein Zehntel auf 1,34 Millionen Fahrzeuge, wie der Konzern mit Marken wie Peugeot, Fiat, Chrysler, Jeep und Opel am Dienstag in Amsterdam mitteilte.

Der Umsatz sackte sogar um 12 Prozent auf 41,7 Milliarden Euro ab. Damit blieb Stellantis deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Jahresprognosen bestätigte der Multimarken-Hersteller dennoch.

Umsatzseitig habe Stellantis die Erwartungen leicht verfehlt, schrieb Analyst George Galliers von der US-Investmentbank Goldman Sachs. Er verwies dabei auf sinkende Bestände bei den Händlern. Aus Sicht von RBC-Analyst Tom Narayan könnten die Investoren Marktanteilsverluste von Stellantis aber durchaus verkraften, solange der Autobauer seine Preispolitik beibehalte – zumal auch die erhöhte Dividende und ein Aktienrückkaufprogramm den Aktienkurs stützen dürften.

Jefferies-Analyst Philippe Houchois bemängelte die enttäuschenden Geschäfte in Europa. Dort hatte vor allem die Nachfrage nach Elektroautos geschwächelt. Besonders stark fiel der Absatzrückgang zum Jahresstart aber in den USA aus. Gegenwind kam auch von Währungseffekten. Die sinkenden Verkaufszahlen begründete Stellantis außerdem mit der Einführung neuer Modelle zum zweiten Halbjahr. Diese dürften Wachstum und Profitabilität in der zweiten Jahreshälfte allerdings wieder antreiben, sagte Stellantis-Finanzchefin Natalie Knight laut Mitteilung.

Stellantis-Chef Carlos Tavares hatte jüngst vor einem turbulenten Jahr gewarnt – angesichts steigender Lohnkosten und des Wegfalls staatlicher Förderprämien für Elektroautos in einigen Ländern. Der Manager hatte dem Autokonzern deshalb bereits ein Sparprogramm verordnet.

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