Neuwagen-Elektrifizierung ADAC erwartet steigende Zulassungszahlen für E-Autos

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Dieses Jahr könnten in Deutschland mehr E-Autos neu auf die Straße kommen als 2024, glaubt der ADAC. Wichtig seien verlässliche politische Rahmenbedingungen. Das fordert auch der ZDK seit langem.

Kommt die Trendwende: Der ADAC erwartet, dass die Elektronachfrage in diesem Jahr wieder anzieht.(Bild:  KIT)
Kommt die Trendwende: Der ADAC erwartet, dass die Elektronachfrage in diesem Jahr wieder anzieht.
(Bild: KIT)

Der ADAC erwartet für das laufende Jahr einen Anstieg der E-Auto-Zulassungen, da der Druck auf die Hersteller durch reduzierte CO2-Flottengrenzwerte steigt. Autokäufer könnten davon voraussichtlich durch höhere Rabatte profitieren, teilte der Verkehrsclub mit.

Der E-Auto-Boom in Deutschland war im vergangenen Jahr jäh gestoppt worden. Lediglich rund 380.600 reine Elektro-Pkw wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 2024 neu zugelassen. Das war mehr als ein Viertel weniger als im Jahr davor. Um die Attraktivität der E-Mobilität zu steigern, seien günstigere Modelle sowie bezahlbare und transparente Ladepreise entscheidend, betonte der ADAC.

Positiv bewertet der Verkehrsclub, dass einige Hersteller für dieses Jahr neue Einstiegsmodelle unter 25.000 Euro angekündigt haben. „Das Modellangebot wächst, und auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur schreitet voran“, sagte Stefan Gerwens, Leiter Verkehr beim ADAC. So habe 2024 die Anzahl der Ladepunkte um über 20 Prozent zugenommen, bei den Schnellladern sogar um fast 40 Prozent. Allerdings gebe es bei den Preisen für den Ladestrom noch immer große Unterschiede und Unklarheiten.

Blick auf die Bundestagswahl

Entscheidend dürfte nach Ansicht des ADAC auch der Ausgang der Bundestagswahl Ende Februar sein. „Verlässliche politische Rahmenbedingungen sind für den Hochlauf der E-Mobilität unabdingbar“, so Gerwens. Private Käufer stellten angesichts fortdauernder Unsicherheiten eine Kaufentscheidung entweder zurück oder wichen auf Verbrenner aus. Ähnlich hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) geäußert.

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht die von der CSU ins Spiel gebrachte E-Auto-Prämie von 4.000 Euro als guten Vorschlag, allerdings nicht nur für deutsche Produkte. „Wenn wir Elektromobilität wollen, dürfen wir chinesische oder französische Autos doch nicht ausklammern“, sagte Dudenhöffer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Eine allgemeine Kaufprämie sollte aber mit einer Gesamtstrategie kombiniert werden.

„Man muss den Menschen zeigen, dass das Elektroauto langfristig gewünscht ist und die neue Form der Mobilität darstellt. Ein 4.000-Euro-Scheck alleine reicht da nicht.“ Kritik äußerte Dudenhöffer deshalb an der Forderung von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, das EU-Verbrennerverbot zurückzunehmen. „Das Verbrenner-Aus zu kippen bedeutet, den Menschen zu sagen: Bitte kauft keine E-Autos!“

Politik muss Farbe bekennen

Insgesamt ließ der Gründer des privaten Centers Automotive Research (CAR) an den Partei-Plänen zum E-Autos kaum ein gutes Haar. „Was zählt, ist der Preis des Autos beim Verkäufer – die Fahrzeugsteuern kennt kaum jemand.“

Der ZDK hatte zum Jahresstart erklärt, die Politik müsse endlich Farbe bekennen, ob sie noch ernsthaft den Hochlauf der E-Mobilität will. „Dies gelingt nur durch zusätzliche Anreize, wie eine Kaufprämie. Ohne diese Maßnahmen würde der Automobilstandort Deutschland im Krisenmodus verharren“, hatte ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn gesagt. Die zielgerichtete Förderung der schwachen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist einer der zentralen Punkte der insgesamt zehn Wahlforderungen des ZDK für die vorgezogene Neuwahl des Deutschen Bundestags

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