ADAC Kindersitztest: Nur einmal „ausreichend“

Redakteur: Markus Lauer

Der ADAC hat neue Kindersitzmodelle getestet: Sechsmal wurde die Note „gut“, fünfmal die Note „befriedigend“ und einmal „ausreichend“ vergeben.

Gute Kindersitze können Unfallfolgen mildern oder gar vermeiden.
Gute Kindersitze können Unfallfolgen mildern oder gar vermeiden.
(Foto: ADAC)

In einem aktuellen Test hat der ADAC zusammen mit der Stiftung Warentest sechsmal die Note „gut“, fünfmal die Note „befriedigend“ und einmal „ausreichend“ vergeben – ein Sitz fiel bei der Schadstoffanalyse durch und erhielt nur ein „mangelhaft“.

In allen Klassen – unterteilt nach Alter, Gewicht und Größe der Kinder – gibt es laut ADAC gute Sitze, die bei Sicherheit und Handhabung punkten und dadurch Unfallfolgen mildern können. So ist der Graco Junior Baby mit und ohne Basis bei den Babyschalen „empfehlenswert“ – beide Varianten erreichten beim Frontalcrash die beste Beurteilung. In der Kategorie I (Kinder zwischen ein und vier Jahren) liegen der Römer Duo Plus und der Kiwy SPF 1 Isofix vorne.

Die Ergebnisse des ADAC-Kindersitztests 2012 im Detail – zum Vergrößern bitte klicken.
Die Ergebnisse des ADAC-Kindersitztests 2012 im Detail – zum Vergrößern bitte klicken.
(Tabelle: ADAC)

Der Kiddy Guardianfix Pro 2 überzeugt bei Sicherheit sowie Bedienung und erreicht die Spitzennote in der Klasse I/II/III (für Ein- bis Zwölfjährige). Der Takata Maxi Isofix (Klasse II/III für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren) zeichnet sich vor allem durch eine geringe Verletzungsgefahr beim Seitencrash aus und liegt daher vorne.

Diesen Sitz sowie den Römer beurteilten die Tester besonders positiv: Der Kopf wird sehr gut abgestützt, die Verbindung zum Fahrzeug ist solide, die Größeneinstellung ist einfach und die Handhabung vorbildlich.

Sitzbezug enthält gesundheitsschädliche Stoffe

Der mit der schlechtesten Note bewertete Bébécar Easymaxi EL kann zwar bei der Sicherheitsprüfung überzeugen, rasselt aber aufgrund eines hohen Schadstoffwerts durch. Der getestete Sitzbezug enthält gesundheitsschädliche Stoffe, die im engen Körperkontakt für Kinder schädlich sein können. Tendenziell werden Kindersitzbezüge schadstoffärmer, nachdem 2011 dieses Kriterium im Test eingeführt wurde.

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Nach Angaben des ADAC eignen sich immer mehr Produkte zur Befestigung mit Isofix. Generell sind die Gefahren von Fehleinbauten und das Verletzungsrisiko damit geringer, allerdings bestehen auch hier Qualitätsunterschiede.

Da ein Isofix-Kindersitz nicht in jedes Fahrzeug passt, sollten Eltern ihr Auto vor dem Sitzkauf mit der Typliste des Sitzherstellers vergleichen und prüfen, ob der dafür notwendige Verankerungspunkt vorhanden ist. Bedienung und Einbau vom Verkäufer erklären lassen und die Bedienungsanleitung genau befolgen. Wichtig ist der richtige Gurtverlauf.

Alle ADAC-Kindersitztestergebnisse sind hier zu finden.

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