Agenturvertrieb „Die Bedingungen haben sich geändert“

Von Doris S. Pfaff 3 min Lesedauer

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Der Autohändler bleibt die engste Schnittstelle zum Kunden, sagt Thomas Peckruhn, Sprecher der Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen im ZDK. Dass Hersteller und Importeure wie zuletzt Stellantis in Sachen Agentursystem auf die Bremse treten, habe auch mit den geänderten Marktbedingungen zu tun.

Wenn ein Agentursystem im Autohandel eingeführt wird, sollte es nur das echte sein, sagte Thomas Peckruhn, unter anderem ZDK-Vizepräsident und Geschäftsführer der Automobilhandelsgruppe Liebe und Sprecher der Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen.(Bild:  Promotor)
Wenn ein Agentursystem im Autohandel eingeführt wird, sollte es nur das echte sein, sagte Thomas Peckruhn, unter anderem ZDK-Vizepräsident und Geschäftsführer der Automobilhandelsgruppe Liebe und Sprecher der Fachgruppe Fabrikatsvereinigungen.
(Bild: Promotor)

Stellantis hat die Einführung des Agentursystems auf unbestimmte Zeit verschoben. Werten Sie dies als weiteren Punktsieg für den Handel?

Das ist kein Einzelfall, einige andere Importeure und Hersteller, die das Agentursystem einführen wollten, haben ebenfalls einen Rückzieher gemacht. Statt von einem Punktsieg zu sprechen, würde ich eher sagen, lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Im klassischen Geschäftsmodell wissen die Händler, woran sie sind, und verfügen über verlässliche Rahmenbedingungen. Es war der Eindruck entstanden, dass die Gespräche zur Einführung der Agentur im guten Einvernehmen geführt wurden, sodass das Agentursystem sicherlich auch Chancen geboten hätte. Dies belegen auch die Beispiele, wo die Agentur bereits eingeführt wurde.