Ebenfalls „mit Nachdruck“ weise man die von Alfa Romeo beabsichtigte unterschiedliche Behandlung der Händler zurück. Der Händlerbeirat fordert den Importeur in der Resolution auf, rechtsverbindlich zu erklären, dass er sämtliche Vertragspartner gleich behandle – nach Händlerinformationen hatte Alfa Romeo den Partnern, die die geänderten vertraglichen Regelungen unterzeichnen, einen zusätzlichen Bonus in Höhe von 1,5 Prozent in Aussicht gestellt.
Angesichts der geringen Anzahl der Baureihen von Alfa Romeo fordert der Händlerbeirat vom Importeur eine Grundsatzabsprache über angemessene Quoten für Vorführ- und Lagerfahrzeuge. Die Vertriebsstandards müssten reduziert werden, da sie in der jetzigen Form finanziell nicht zumutbar seien.
Intrasparente Verzichtsklauseln
Als „intransparent“ wird in der Resolution auch der Umfang des Verzichts bezeichnet, den der einzelne Vertragspartner gemäß der Änderungsvereinbarung für Vertriebs- und Serviceverträge erklären soll. Der Händlerbeirat fordert den Importeur auf, diese Klausel entweder ganz zu streichen oder sie zumindest zu konkretisieren.
Erst wenn die einzelnen Punkte einvernehmlich geregelt seien, werde man alle Formularvereinbarungen unterzeichnen, bekräftigte der Händlerbeirat im Schreiben an Alfa Romeo.
Aktuell gibt es in Deutschland 154 Alfa-Romeo-Händler, davon 133 A-Händler, 21 Filialen und 12 Niederlassungen, sowie 287 Servicepartner. In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden 6.615 Fahrzeuge der italienischen Marke neu zugelassen – das sind 28,1 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
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