Fuchs Schmierstoffe Amerika-Geschäft treibt Halbjahresergebnis nach oben

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Über 20 Prozent mehr operativer Gewinn in Nord- und Südamerika im ersten Halbjahr – das half der Ergebnisentwicklung der Fuchs-Gruppe. Die Lage bleibt dennoch herausfordernd.

(Bild:  Fuchs)
(Bild: Fuchs)

Der Schmierstoffhersteller Fuchs hat im ersten Halbjahr trotz eines leichten Erlösrückgangs mehr verdient. Dazu hätten alle drei Weltregionen beigetragen, sagte Unternehmenschef Stefan Fuchs laut einer Mitteilung am Dienstag. Das Umfeld bleibe weiterhin schwierig. Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung im Allgemeinen und der Entwicklung der Rohstoffpreise im Speziellen bestünden weiterhin. Für die zweite Jahreshälfte zeigte sich der Fuchs-Chef dennoch zuversichtlich und bestätigte die Jahresziele.

In den ersten sechs Monaten zog der operative Gewinn (Ebit) im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 218 Millionen Euro an, wie das MDax-Unternehmen in Mannheim mitteilte. Besonders stark nach oben – um mehr als ein Fünftel – ging es dabei in der Region Nord- und Südamerika. In Europa konnte Fuchs vor allem in Deutschland und Polen den operativen Gewinn steigern und in Asien lieferte China Rückenwind.

Zehn Prozent mehr Gewinn

Der Umsatz schrumpfte im ersten Halbjahr allerdings wegen niedrigerer Preise und negativen Währungseffekten um 3 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro. Mit Umsatz und operativem Gewinn traf das Unternehmen in etwa die Erwartungen der Analysten. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 10 Prozent auf 155 Millionen Euro.

Viele Chemieunternehmen reichen Rohstoffpreisschwankungen an die Kunden weiter. Daher stehen niedrigeren Erlösen oft auch niedrigere Kosten gegenüber. Ein Umsatzrückgang muss sich daher nicht direkt auf die Gewinne auswirken.

Gegen Mittag waren die Papiere mit einem Plus von rund sechs Prozent auf 39,74 Euro unter den Favoriten im MDax. Damit knüpften sie an ihre jüngste Erholung an, nachdem die vergangene Woche auf ein Tief seit Ende Oktober gefallen waren.

Absicherung durch breiteres Angebot

„Der Aktienkurs ist in der vergangenen Woche in den freien Fall übergegangen“, schrieb Analyst Konstantin Wiechert von der Baader Bank. Das habe an vorsichtigen Aussagen aus dem Automobilbau zum Wachstum in China und zu batteriebetriebenen E-Fahrzeugen gelegen, allen voran von Porsche. Fuchs aber habe erheblich in eine breite Palette von Batterie-, Antriebs- und anderen Spezialflüssigkeiten investiert.

Für das Gesamtjahr peilt das Management beim Umsatz weiterhin einen Anstieg auf rund 3,6 Milliarden Euro an. Dabei wird bei stabilen Preisen ein höherer Absatz erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern taxiert Fuchs auf rund 430 Millionen Euro.

Einsparungen notwendig

Dazu beitragen sollen auch Einsparungen. Der Konzern will etwa neue Mitarbeiter nur begrenzt einstellen. 2023 hatte das Unternehmen Erlöse von gut 3,5 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 413 Millionen ausgewiesen.

Für das Unternehmen, das mehr als 6.400 Mitarbeiter beschäftigt, ist vor allem die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie wichtig. Mit ihr erzielt Fuchs Petrolub gut 40 Prozent des Umsatzes. Der Umbruch vom Verbrennungsmotor hin zum Elektromotor führt deshalb auch bei Fuchs zu Veränderungen. Daneben hat der Konzern aber auch Kunden aus Bereichen wie Maschinenbau, Metallverarbeitung, Bergbau, Luft- und Raumfahrt sowie Land- und Forstwirtschaft.

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