Assistenzsysteme: HU unplugged

Von Holger Schweitzer

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Ob Spurhaltesystem oder Fußgängererkennung: Elektronische Helfer sollen zusätzliche Sicherheit bringen. Doch wie gut funktionieren sie nach ein paar Jahren Fahrzeit? Virtuell, kabellos und doch praxisnah könnten sie künftig in der HU geprüft werden.

Mit einem auf autonome Fahrfunktionen aufgerüsteten Volkswagen Passat entwickelt die FSD Prüfmethoden für Fahrerassistenzsysteme und autonome Fahrzeuge.(Bild:  Schweitzer)
Mit einem auf autonome Fahrfunktionen aufgerüsteten Volkswagen Passat entwickelt die FSD Prüfmethoden für Fahrerassistenzsysteme und autonome Fahrzeuge.
(Bild: Schweitzer)

Das Rennen hin zum automatisierten Fahren ist in vollem Gange. Die Hersteller versuchen, sich gegenseitig mit immer neuen und vermeintlich besseren Assistenz- und Infotainmentsystemen zu überbieten. Wie dabei sicherheitsrelevante Systeme jetzt und in Zukunft im Rahmen der HU prüfbar sind, scheint die Fahrzeughersteller dabei wenig zu interessieren.

Bisher werden die Anforderungen zur Prüfbarkeit von elektronischen Sicherheitssystemen in den internationalen Bauvorschriften wenig bis gar nicht berücksichtigt. Jeder Fahrzeughersteller entscheidet selbstständig, welche Funktionalitäten er für die Überprüfung bereitstellt. Wäre es nicht sinnvoller, wenn die Hersteller diese bereits in die Entwicklung von neuen Systemen mit einbinden würden? Diese Ansicht vertritt etwa Dr. Neofitos Arathymos, Leiter der Abteilung Technik des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK): „Die Fahrzeuge müssen auch in Zukunft prüffähig bleiben. Ansonsten laufen wir Gefahr, das Vertrauen der Verbraucher zu verlieren.“