Bilanzzahlen Audi-Gewinn steigt überraschend deutlich

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Ein herausforderndes Jahr mit einem robusten Ergebnis – die Zahlen von Audi fallen besser aus als erwartet. Gleichzeitig kommt das Unternehmen beim Stellenabbau planmäßig voran – und dementiert weitere Personalmaßnahmen.

Audi hat das Jahr 2025 besser abgeschlossen als erwartet. Der Gewinn ist gegen den Branchentrend gestiegen – auch dank einer Sonderzahlung.(Bild:  Audi)
Audi hat das Jahr 2025 besser abgeschlossen als erwartet. Der Gewinn ist gegen den Branchentrend gestiegen – auch dank einer Sonderzahlung.
(Bild: Audi)

Audi hat gegen den Branchentrend im vergangenen Jahr mehr Gewinn gemacht. Nach Steuern verdienten die Ingolstädter Autobauer 4,6 Milliarden Euro – 10 Prozent mehr als 2024, wie die VW-Tochter mitteilt. Neben einem guten vierten Quartal verdankt Audi den Anstieg aber vor allem einer Ausgleichszahlung aus dem Mutterkonzern. Die Zahlen betreffen den Teilkonzern Audi, zu dem neben der Kernmarke auch Bentley, Lamborghini und Ducati gehören. 2025 hatte Audi 1,62 Millionen Autos der Kernmarke ausgeliefert. Dazu kamen 10.747 Lamborghini und 10.131 Bentleys.

Insgesamt verdoppelte sich das Finanzergebnis auf 2,2 Milliarden Euro. Der Großteil davon geht auf die Ausgleichszahlung zurück, die Finanzchef Jürgen Rittersberger mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag bezifferte. Das operative Ergebnis sank dagegen um knapp 14 Prozent. 

„Wir haben ein anspruchsvolles Jahr finanziell robust abgeschlossen“, sagte Rittersberger. Unter anderem hatten die neuen US-Zölle Audi 1,2 Milliarden Euro gekostet, weitere je 0,4 Milliarden kosteten Rückstellungen für CO2 und der vor einem Jahr verkündete Jobabbau. Zudem leidet Audi unter dem starken Wettbewerbsdruck in China. Im Bereich der Elektroautos und Hybride herrsche dort ein Preiskrieg, sagte Rittersberger. 

Beim Jobabbau mehr als die Hälfte geschafft

Beim Jobabbau kommt Audi voran: Von der ersten Tranche – 6.000 Jobs bis 2027 – habe man 65 Prozent bereits vollzogen oder vertraglich fixiert, sagte Rittersberger. Das entspricht 3.900 Jobs. Bis 2029 sollen es insgesamt 7.500 werden. Positiv wirkten – neben der Zahlung aus Wolfsburg – unter anderem gute Auslieferungszahlen zum Jahresende und „hohe Kostendisziplin“.

Gerüchten über einen verschärften Personalabbau war in diesem Zusammenhang Personalvorstand Xavier Ros entgegengetreten. „Es wird keinen weiteren Stellenabbau über die vereinbarten 7.500 Arbeitsplätze hinaus geben“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“. Und: „Die Beschäftigungsgarantie bis Ende 2033 gilt.“ Zudem stehe Audi zu seiner Zusage, den Stellenabbau ohne Entlassungen zu erreichen. „Keiner muss sich um seinen Arbeitsplatz sorgen“, sagte Ros.

Auch im laufenden Jahr will Audi weiter sparen. Der Margen- und Effizienzdruck bleibe hoch, sagte Rittersberger. Dennoch soll die operative Marge auf 6 bis 8 Prozent steigen, das wäre klar mehr als die 5,1 Prozent des abgelaufenen Jahres. Dabei erwartet Audi auch im laufenden Jahr hohe Belastungen aus den US-Zöllen. Man gehe von einem ähnlichen Niveau wie 2025 aus – dann aber nicht nur neun, sondern zwölf Monate lang, sagte Rittersberger. 

Die Umsätze sollen mit 63 Milliarden bis 68 Milliarden Euro auf ähnlichem Niveau wie 2025 bleiben. Vergangenes Jahr waren sie um 1 Milliarde auf 65,5 Milliarden Euro gestiegen. Das China-Geschäft, wo die Absätze sanken, wird wegen Joint-Ventures bei Audi allerdings nicht im Umsatz abgebildet. 

Lücke zu BMW und Mercedes verkleinert

Mit dem Gewinnanstieg nähert sich Audi im innerdeutschen Wettbewerb seinen beiden großen Konkurrenten wieder an, da BMW im vergangenen Jahr einen leichten Gewinnrückgang auf 7,5 Milliarden Euro hinnehmen musste, Mercedes sogar einen Absturz auf 5,3 Milliarden Euro. 

Die Entscheidung über ein mögliches Werk in den USA verzögert sich weiter. Ursprünglich hätte sie bereits getroffen sein sollen, sagte Konzernchef Gernot Döllner. Die Entscheidung werde in diesem Jahr im VW-Konzernvorstand getroffen. Anders als etwa Konkurrent BMW hat Audi bisher kein eigenes US-Werk und ist daher besonders stark von den dortigen Zöllen betroffen. 

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