Traton Auftragseingang bricht um 20 Prozent ein

Von dpa/gr 1 min Lesedauer

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Nach einem Rekordjahr geht es bei Traton derzeit deutlich ruhiger zu. Noch sieht die Unternehmensführung aber keinen Grund zur Beunruhigung und spricht von einer Marktnormalisierung.

Nach einem Jahr des Absatzrekordes geht Traton verhalten ins Jahr 2024. Der Auftragseingang ist deutlich rückläufig.(Bild:  Traton)
Nach einem Jahr des Absatzrekordes geht Traton verhalten ins Jahr 2024. Der Auftragseingang ist deutlich rückläufig.
(Bild: Traton)

Die Volkswagen-Nutzfahrzeugholding Traton hat 2023 gut ein Fünftel weniger Bestellungen für Fahrzeuge erhalten als im sehr starken Vorjahr. Der Auftragseingang sei um 21 Prozent auf 264.800 Fahrzeuge gesunken, teilte das im S-Dax gelistete Unternehmen am Montag in München mit. Das sei ein Zeichen dafür, dass sich die unter anderem durch die Covid-Pandemie und den Krieg in der Ukraine aufgestaute Nachfrage normalisiere.

Tatsächlich hat die Volkswagenkonzerntochter im Jahr 2023 sehr gut verkauft und mit 338.200 Einheiten einen Rekordabsatz verzeichnet. Das war ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. Das Lkw-Geschäft der Traton Group trug mit einem Plus beim Absatz von 11 Prozent auf 281.300 Fahrzeuge zum Zuwachs bei (2022: 254.300 Einheiten). Der Bus-Absatz wuchs um 2 Prozent auf 30.300 Fahrzeuge (2022: 29.600). Der Absatz des Transporters MAN TGE erreichte 26.600 Einheiten, ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (damals 21.600 Einheiten).

Die Unsicherheiten rund um die wirtschaftliche Lage sowie höhere Zinsen schlugen sich dem Unternehmen zufolge in der Nachfrage nieder. Der Auftragsbestand der Gruppe um die Marken MAN, Scania, Navistar und die südamerikanische Volkswagen Truck & Bus reicht demnach bis ins zweite Halbjahr. Besonders deutlich ist der Auftragsrückgang bei den Lkw (-23 %). Ein Minus von 8 Prozent auf 29.800 Fahrzeuge ist bei den Bussen zu sehen. Beim Transporter MAN TGE summiert sich der Auftragseingang auf 13 Prozent (24.400 Fahrzeuge).

Die einzelnen Traton-Marken entwickelten sich unterschiedlich. Bei Scania legte der Absatz im Jahr 2023 um 14 Prozent auf 96.700 Fahrzeuge zu. MAN Truck & Bus konnte den Gesamtabsatz um 37 Prozent steigern, auf 116.000 Fahrzeuge. Navistar erreichte im Jahr 2023 einen Absatz von 88.900 Fahrzeugen (+9 Prozent). Bei Volkswagen Truck & Bus sank der Absatz 2023 um 31 Prozent auf 37.200 Fahrzeuge. Auslöser für den Rückgang war laut Traton eine neu eingeführte Abgasregulierung für die Lkw.

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