Neujahrsempfang Innung Bonn-Rhein-Sieg Aus der Ferne Autoschlüsselsignale abfangen

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Autohacker fangen Schlüsselsignale auch im Ruhezustand ab. Das erfuhren die Mitglieder der Kfz-Innung Bonn-Rhein-Sieg bei ihrem traditionellen Neujahrsempfang, der auf der Godesburg in Bonn stattfand.

Spannende Informationen und gute Unterhaltung boten (v.l.) der Profi-Hacker Bjoern Hering sowie der gemeinsame Auftritt von Kabarettist Christoph Brüske und Markus Gahlen. Dafür dankten Oliver Krämer, Geschäftsführer der Innung, und Obermeister Andreas Frank.  (Bild:  Kfz-Innung Bonn-Rhein-Sieg)
Spannende Informationen und gute Unterhaltung boten (v.l.) der Profi-Hacker Bjoern Hering sowie der gemeinsame Auftritt von Kabarettist Christoph Brüske und Markus Gahlen. Dafür dankten Oliver Krämer, Geschäftsführer der Innung, und Obermeister Andreas Frank.
(Bild: Kfz-Innung Bonn-Rhein-Sieg)

Der traditionelle Neujahrsempfang der Kfz-Innung Bonn-Rhein-Sieg Mitte Januar in Bonn zeigte: Die aktuelle Lage der Branche im Rheinland ist ähnlich wie im restlichen Land. Der Absatz von E-Autos bleibt schleppend, und das Interesse der Kunden ist aus verschiedenen Gründen stark zurückhaltend.

Obermeister Andreas Frank begrüßte die Mitglieder diesmal auf der Godesburg in Bonn und stellte den Geschäftsbericht des vergangenen Jahres vor. Die Neuzulassungen werden auch 2025 voraussichtlich rückläufig sein. Zudem wird die vorgezogene Bundestagswahl als zusätzlicher Bremsfaktor wahrgenommen.

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Um die E-Mobilität für Verbraucher attraktiver zu gestalten, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden, so Frank. Der hohe Preis für Ladestrom und das fehlende Angebot an Schnellladestationen tragen dazu bei, dass der Anschaffungspreis ohne Förderung für viele Kunden unerschwinglich bleibt. In der Folge wächst der Gebrauchtwagenhandel, und das Durchschnittsalter des Fahrzeugbestands steigt weiter an. Dies hat entsprechende positive Auswirkungen auf die ohnehin stark ausgelasteten Werkstätten.

Azubis zu Botschaftern ausbilden lassen

Der Fachkräftemangel bleibt auch in den Kfz-Betrieben Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis ein zentrales Thema, so Frank. Im Vergleich zu anderen Gewerken präsentiert sich das Kfz-Handwerk jedoch relativ stabil. „Die Ausbildungszahlen in unserer Region sind auf hohem Niveau konstant. Dennoch spüren wir auch hier den Fachkräftemangel, der sich durch den Renteneintritt der Babyboomer noch verschärfen wird“, erklärte Frank.

Obwohl die Ausbildungszahlen stabil sind, empfahl Frank den Betrieben, aktiver auf der Suche nach neuen Auszubildenden zu sein. Er riet, sich dem Programm der Handwerkskammer Köln anzuschließen, welches Azubis zu Ausbildungsbotschaftern ausbildet. „Junge Leute können Gleichaltrige oft besser überzeugen“, betonte Frank.

Profi-Hacker öffnet Türen auch von Neuwagen

Bevor es im Rittersaal der historischen Godesburg zum geselligen Teil überging, informierte der Cybersicherheitsexperte und Penetrationstester Bjoern Hering die Mitglieder über den aktuellen Stand der Cybersicherheit bei Fahrzeugen.

Selbst Neuwagen lassen sich mit leicht erhältlichen Hacker-Hilfsmitteln, bestellt in China oder Russland, problemlos öffnen. Schlüsselsignale können mühelos abgefangen und kopiert werden. Das machte den Innungsmitgliedern deutlich: Trotz verschärfter EU-Vorgaben für Autohersteller bestehen weiterhin erhebliche Sicherheitslücken. Inzwischen würden einige Autohäuser wieder dazu übergehen, ihren Kunden zum Schutz Schlüsselmäppchen mitzugeben. Diese können verhindern, dass Signale des Schlüssels im Ruhestand abgefangen werden.

Zum Abschluss sorgten der Kabarettist Christoph Brüske und sein musikalischer Partner Markus Gahlen mit Beiträgen aus dem neuen Programm „Die Goldene Generation“ für Unterhaltung.

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