Ausbildung Knapp 9 Prozent mehr Kfz-Lehrlinge

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Der Ausbildungsmarkt im Kfz-Gewerbe erholt sich deutlich, das bestätigt nun das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Demnach zählte die Branche knapp 9 Prozent mehr Azubis.

Kfz-Betriebe haben im Jahr 2023 für den Ausbildungsberuf „Kfz-Mechatroniker/in“ 23.517 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, eine Steigerung um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. (Bild:  ProMotor/T.Volz)
Kfz-Betriebe haben im Jahr 2023 für den Ausbildungsberuf „Kfz-Mechatroniker/in“ 23.517 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, eine Steigerung um 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
(Bild: ProMotor/T.Volz)

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Kfz-Gewerbe ist im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen, das belegt nun die offizielle Statistik des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Demnach haben die Kfz-Betriebe im Jahr 2023 für den Ausbildungsberuf „Kfz-Mechatroniker/in“ 23.517 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Stichtag der BIBB-Erhebung war der 30. September 2023. Aus der Statistik geht außerdem hervor, dass immer mehr Frauen eine Ausbildung als Kfz-Mechatronikerin beginnen. Ihr Anteil lag mit 1.557 bei rund 6,6 Prozent. Im vergangenen Jahr starteten somit rund 65 Prozent mehr Frauen in diese Ausbildung als noch im Jahr 2017 (942).

Auch bei den Automobilkaufleuten setzte sich der positive Trend mit 5.493 neuen Azubis fort, das sind gut 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der weiblichen Auszubildenden liegt hier bei rund 39,7 Prozent. „Die Ausbildungszahlen sind ein starkes Zeichen für die Zugkraft unserer innovativen Branche“, freut sich ZDK-Präsident Arne Joswig über das Ergebnis.

„Allerdings kämpfen wir im Kfz-Gewerbe mit einem erheblichen Fachkräftemangel, der allein im handwerklichen Bereich bei rund 10.000 Personen liegt. Um diesem Mangel zu begegnen, verfolgen wir strategisch mehrere Ziele. Es geht darum, mehr talentierte und motivierte Auszubildende für unsere Branche zu begeistern. Das scheint uns zu gelingen“, so Joswig.

Das Ziel sei aber noch mehr Ausbildungsbetriebe zu überzeugen, dem Fachkräfte-Engpass mit eigener Ausbildung zu begegnen. Ebenfalls in den Fokus rückten nun Zielgruppen wie Quereinsteiger, Frauen, Studienabbrecher und Menschen mit Migrationshintergrund. Joswig: „Nicht zuletzt müssen wir dafür sorgen, dass die vielen Werkzeuge der Initiative Autoberufe in den Betrieben genutzt werden. Alles das wollen wir zielgenau mit Kampagnen, Webinaren, Workshops und Veranstaltungen voranbringen.“

93.000 Auszubildende

Insgesamt bildet das Kfz-Gewerbe zurzeit mehr als 93.000 junge Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Darüber hinaus bietet die Branche zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung für eine erfolgreiche Karriere, etwa zum selbstständigen Kfz-Meister oder zur Führungskraft im Autohaus oder in einer Meisterwerkstatt.

Unter den beliebtesten handwerklichen Ausbildungsberufen steht Kfz-Mechatroniker/in mit einem Anteil von 23 Prozent ganz oben, gefolgt von Anlagenmechaniker/in (16 %) und Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik (15 %).

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