US-Zollpolitik Ausnahmen für Autobauer sind „möglich“

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Der erratische Zollkurs der US-Führung geht weiter. Neuestes Kapitel sind mögliche Ausnahmen von den Zöllen für Automobilhersteller. Wie üblich sind die Ankündigungen nur vage. Die Börsen reagierten dennoch positiv.

US-Präsident Donald Trump arbeitet sich weiter an den Zöllen in der Automobilbranche ab.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
US-Präsident Donald Trump arbeitet sich weiter an den Zöllen in der Automobilbranche ab.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

US-Präsident Donald Trump hat Autoherstellern zumindest zeitweise geltende Ausnahmen von seinen weitreichenden Zöllen in Aussicht gestellt. Die Autofirmen bräuchten etwas mehr Zeit, um ihre Lieferketten auf eine Teile-Produktion in den USA umzustellen, sagte Trump. Deswegen prüfe er gerade, wie man einigen Herstellern helfen könne. Trump machte keine Angaben dazu, wie die konkreten Maßnahmen aussehen und wie lange sie dauern könnten.

Trump hatte Zölle in Höhe von 25 Prozent auf in die USA importierte Fahrzeuge verhängt – ab Anfang Mai sollen auch Zölle auf eingeführte Bauteile folgen. Zugleich sind bereits einige Fahrzeuge aus Mexiko und Kanada im Rahmen eines nordamerikanischen Handelsabkommens ausgenommen. Die Aktien der US-Autoriesen General Motors und Ford legten nach Trumps Ankündigung direkt zu. Aber auch die Papiere der europäischen Hersteller BMW, Mercedes-Benz, Porsche und Volkswagen legten zwischen 2,7 und 3,8 Prozent zu.

Der europäische Autoindex Stoxx Europe 600 Automobiles ist 2025 mit einem Minus von bisher rund zwölf Prozent einer der größten Verlierer der politischen Achterbahnfahrt. Ein Anfang Dezember gestarteter Erholungsversuch wurde spätestens Ende Februar jäh ausgebremst durch die US-Zollpolitik. Seither verlor der Index mehr als 20 Prozent.

Die Trump-Regierung hatte am Wochenende bereits Elektronik-Produkte wie Smartphones und Laptops aus China von seinen Zusatzzöllen von 125 Prozent ausgenommen. Ein großer Gewinner dieses Schritts ist Apple: Die weitaus meisten i-Phones werden nach wie vor in China gebaut, auch wenn der Konzern die Produktion in Indien und Vietnam ausbaute. Zugleich betont das Weiße Haus aber, dass die Ausnahmen befristet seien und die Elektronik unter geplante Chip-Zölle fallen solle.

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