Autohandel in Deutschland und den USA

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Neues ZDK-Geschäftsmodell

Eine mögliche neue Form der Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Händlern stellte ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann vor. Ziel müsse es sein, dass die Betriebe mit dem Neuwagenhandel eine angemessene Umsatzrendite von rund 1,8 bis 3,8 Prozent erwirtschaften könnten. Ein Schritt auf dem Weg dahin sei die Senkung der Kosten durch Optimierung sämtlicher Standards und Prozesse, das reiche aber nicht aus. Deshalb hat der ZDK ein neues Geschäftsmodell mit einer Restmarge für die Händler entwickelt, über das er nun mit den Herstellern und Importeuren verhandelt.

Zwei Absolventinnen von BFC und Northwood University stellten im nächsten Programmpunkt ihren beruflichen Werdegang vor. Susanne Bautz und Alexandra Schmid haben beide nach einer kaufmännischen Ausbildung die BFC besucht und in den USA ihren Bachelor gemacht. Heute sind sie in der Geschäftsführung der elterlichen Betriebe tätig. Im Gespräch mit BFC-Geschäftsführerin Birgit Behrens betonten sie, dass sie diesen Karriereweg jederzeit weiterempfehlen würden. Sie hätten praktisches Fachwissen und soziale Kompetenzen erworben, von denen sie im Berufsleben immer wieder profitieren würden.

Social Media in der Automobilbranche

Thomas Limmer von der für Ford Deutschland tätigen Agentur Wunderland zeigte den Kongressteilnehmern auf, welche Bedeutung Social Media wie Facebook und Twitter in Zukunft für die Automobilbranche haben können. Mit ihrer Hilfe könnten Hersteller bestimmte Zielgruppen direkt ansprechen und sie zu Fürsprechern für ihre Marke machen. In dieses System sollten auch die Händler vor Ort integriert werden.

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Als letzter Referent trat noch einmal Timothy Gilbert auf die Bühne, um einen Überblick über die automobile Weltwirtschaft zu versuchen. Auf Prognosen wollte er sich dabei aber nicht einlassen. Zu häufig hätten sich die Vorhersagen von Experten schon als falsch erwiesen, weil einzelne unerwartete Ereignisse die Rahmenbedingungen grundlegend geändert hätten. Eine Tatsache sei es aber, dass Produktionsstätten von Autos für Staaten sehr wichtig seien und sich Regierungen deshalb intensiv darum bemühen, diese ins Land zu holen oder hier zu behalten.

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