Autohaus-Fahrschule: Der Jugend auf der Spur

Redakteur: Stephan Richter

Eine eigene Fahrschule im Autohaus klingt verlockend: Kontakt zu jungen Menschen, Beeinflussung von Kaufentscheidungen, Vertrauen bilden. Vorab wartet jedoch auf die Autohäuser eine Mammutaufgabe.

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(Foto: werthdesign)

Rolf Heinzelmann lacht. Wozu hat der Geschäftsführer der AHG-Unternehmensgruppe denn einen Marketingleiter mit abgeschlossenem BWL-Studium in seinem Unternehmen, wenn er diesen nicht fordern könnte? So betraute Heinzelmann Daniel Fritz im Jahr 2005 mit der Aufgabe, die erste Fahrschule in den Räumlichkeiten AHG-Filiale in Freudenstadt aufzubauen – dort mit der Marke BMW verbunden. Später sollten Filialen an den BHG-Standorten mit Audi und Volkswagen folgen.

Zu diesem Zeitpunkt wusste keiner der beiden, auf was sie sich einließen. Auch nicht, dass die Mission gescheitert wäre, wenn nur einer von ihnen ausgefallen wäre, geschwächelt oder das Unternehmen verlassen hätte. Sie ahnten nicht, wie sehr sich Mitarbeiter sträuben, wie die Kunden reagieren würden – rechneten nicht mit den Widerständen der Branche. Sie mussten lernen, was es für Auflagen gibt, wenn man Jugendliche zum Führerschein leiten möchte, wie die, dass die Treuhand die Schulungsräume abnimmt und genaue Vorgaben macht. Und was es bedeutet, Fahrlehrer mit den Unternehmensstrukturen und -zielen vertraut zu machen.