Autohaus Heil trotz Insolvenz gerettet

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Das Leipziger VW/Audi-Autohaus wird unter dem neuen Namen "Heil - Die Service Familie GmbH" weitergeführt. Der Investor Markus Hercher übernimmt alle Standorte und sichert damit fast 300 Arbeitsplätze.

Der Fortbestand des VW/Audi-Autohauses Heil in Leipzig, über das am 29. April das offizielle Insolvenzverfahren eröffnet wurde, ist vorerst gesichert. Laut einer Mitteilung vom Montag hat der Nürnberger Investor Markus Hercher das Unternehmen mit allen vier Standorten in Leipzig und Markkleeberg gekauft.

Unter dem neuen Namen "Heil - Die Service Familie GmbH" soll die bisherige Unternehmensgruppe fortgeführt werden. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Mit dem Eigentümerwechsel sei die Sanierung des Leipziger Familienunternehmens, dessen Verbindlichkeiten sich zuletzt auf rund 15 Millionen Euro beliefen, "erfolgreich abgeschlossen".

Fast 300 Arbeitsplätze gerettet

Das Autohaus Heil hatte am 28. Februar Insolvenzantrag beim Amtsgericht Leipzig gestellt. Unter Federführung von Insolvenzverwalter Rainer Bähr sei es gelungen, einen solventen Investor zu finden und die Gläubiger davon zu überzeugen, dem Insolvenzverfahren zuzustimmen. Zuletzt beschäftigte das Unternehmen 280 Mitarbeiter, davon 30 Auszubildende. Der Neueigentümer Markus Hercher habe sich dazu verpflichtet, alle Mitarbeiter und Auszubildenden in die neue Firma zu übernehmen.

Nach Aussage Bährs haben alle Mitarbeiter das schriftliche Angebot erhalten, über eine Transfergesellschaft innnerhalb der nächsten sechs Monate ins neue Unternehmen zu wechseln. Der bisherige Geschäftsführer Markus Heil werde auch künftig im Unternehmen arbeiten. Auch sein Vater Günter Heil soll seine Erfahrungen und Kontakte in die Fortführung des über 50 Jahre alten Traditionsunternehmens einbringen, heißt es in der Mitteilung weiter.