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Gegenwind für Fiat
Das besondere Engagement der Mitarbeiter bedeutete bei der Markenerweiterung für das Management allerdings ordentlich Gegenwind. Die Belegschaft hatte große Bedenken gegen den italienischen Hersteller. Doch wie meistens bei Hoppmann zogen nach tiefgehender Überzeugungsarbeit alle an einem Strang, und heute freuen sie sich insbesondere über den großen Erfolg des „500“, bei dem die Nachfrage größer ist als das Angebot. „Wir kommen hier auf einen durchschnittlichen Verkaufspreis, der fast 5.000 Euro über dem Basispreis liegt“, sagt Kemper mit einem Lächeln. Auch der „Grande Punto“ und der „Bravo“ seien schöne Autos. Und mit dem „Panda“ habe man etwas „wirklich Unkompliziertes“ im Programm.
Aber auch mit den Opel-Produkten ist Kemper sehr zufrieden: „Wir haben noch nie ein so schönes und qualitativ hochwertiges Auto gehabt“, sagt der Geschäftsführer in froher Erwartung des „Insignia“. Am zentralen Marketing der Rüsselsheimer sowie an deren Verkaufsunterstützung gibt es derzeit nichts auszusetzen.
2009 will Hoppmann die älteste Filiale des Autohauses in Kreuztal neu aufbauen. Das große Ziel des kommenden Geschäftsjahres wird sein, trotz dieses Invests und der wenig erbaulichen Rahmenbedingungen den Status quo zu sichern. Konjunktureller Abschwung und anhaltende Verunsicherung der Verbraucher werden der Branche nach Ansicht Kempers „das bisher schwierigste Jahr“ bescheren. Trotzdem ist seine Prognose am Ende positiv: „Auch bei einem leichten Gesamtmarktrückgang sehe ich für uns keine radikalen Anpassungen“. Die Kostenstruktur müsse sicher noch einmal angefasst werden, aber man werde aller Voraussicht nach in der Lage sein, alle Leute zu halten. Alles andere wäre in der Hoppmann-Welt auch fast undenkbar.
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