Autohaus kann nicht mehr zahlen
Ford-Willhaus in Mainz stellt Antrag auf Insolvenz.
Aus der Kasteller Autohändlermeile droht ein weiteres Stück herauszubrechen. Das Autohaus Willhaus im Gewerbegebiet Petersweg, ein großer Ford-Betrieb, hat am Wiesbadener Amtsgericht ein Insolvenzverfahren beantragt.
Nach Auto-Fox und dem früheren VW/Audi-Händler Zerbe an der Wiesbadener Straße wäre Willhaus die dritte Firma, die ihren Betrieb einstellen müsste. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Gericht den Wiesbadener Rechtsanwalt Peter Klein berufen. Der Jurist sprach von einer "sehr unerfreulichen Lage", in die das Autohaus geraten sei. Sowohl mit dem Hersteller Ford als auch mit der Ford-Bank würden Verhandlungen über eine dauerhafte Fortführung des Geschäfts geführt. Während der Hersteller ein "starkes Interesse" daran haben müsste, seine Produkte zu verkaufen, verhalte sich die Ford-Bank zurückhaltend.
Von der drohenden Insolvenz sind nach Angaben Kleins rund 40 Mitarbeiter betroffen. Das Autohaus Willhaus firmiert bislang als eigenständige Firma in der Händlergruppe Reitermayer & Tritsch, die über weitere Niederlassungen in Limburg und Niedernhausen verfügt. Die ganze Gruppe befinde sich in Schwierigkeiten. Auf die Frage, wie es mit dem Autohaus Willhaus weiter gehen solle, sagte der Jurist: "Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt, solange dies möglich ist."