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Auch bei Versicherungsangeboten werden die Kunden nach Möglichkeit an eigene Partner vermittelt. Unfallreparaturen bleiben ein lukratives Geschäft, und viele Versicherer suchen sich Reparaturpartner, die keine Vertragshändler sind. „Freie Werkstätten arbeiten oft unter erheblichem Kostendruck, da stellt sich die Frage nach der Arbeitsqualität. Ein BMW ist schließlich ein hochtechnisiertes Produkt, dessen Reparatur viele Schulungen und Spezialwerkzeuge benötigt“, betont Hans-Otto Olde.
Der Mensch macht‘s
Die Überzeugung „Der Mensch macht‘s“ soll nicht nur nach außen wirken. „Der Mensch entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens“, sagt Christian Rönsch. Deshalb wolle man die Mitarbeiter „motivieren und schneller machen, um agiler zu sein als andere“. Dazu gehören Schulungen, Vertriebstrainings und nicht zuletzt eine klare Managementstruktur.
May & Olde setzt auf eine leistungsorientierte Vergütung beim Großteil der Mitarbeiter, und das im gesamten Unternehmensbereich. 2009 kommen innovative Entlohnungssysteme für Service und Verkauf in Kooperation mit BMW und anderen Partnern zum Einsatz. So wird zum Beispiel der Öl- und Teileeumsatz genauer gemessen und honoriert. Dazu findet ein Incentive mit Castrol statt.
Christian Rönsch erklärt das System am Beispiel eines Serviceberaters, der eine mit 30 Arbeitswerten angesetzte große Inspektion durchführt: „Der Mitarbeiter wird gemessen am Umsatz, den er erwirtschaftet, in Relation zu seinen Außenständen, in Relation zur gemessenen Zufriedenheit der Kunden, die er im entsprechenden Zeitraum bedient hat, und schließlich in Relation zu den Arbeitswerten, die er pro Durchgang erreicht.“ Jede Kennzahl werde im Unternehmen „transparent gelebt und dokumentiert“, sodass jeder Mitarbeiter das Ergebnis seiner Abteilung im unternehmensinternen Vergleich oder im Vergleich zu anderen Händlern einsehen könne.
Bei der Mitarbeiter-Motivation setzt May & Olde nicht nur auf finanzielle Anreize. So gibt es als besonderes Incentive das Programm „No Limit“. Teilnehmen können Mitarbeiter aus den Abteilungen Verkauf, Service und Teilevertrieb. Die Teilnehmer sollen in mehreren Etappen außerordentliche Leistungen erzielen. Die Gewinner der jeweiligen Etappe erhalten Preise, die von der Fahrt mit einem Eisbrecher über Hundeschlitten-Touren durch Lappland bis hin zum Stuntfahrer- oder Jetpiloten-Training reichen. „Solche Aktionen stärken den Teamgeist im Unternehmen“, sagt Christian Rönsch.
Nachwuchs gesucht
Um Nachwuchs zu gewinnen, setzt May & Olde weniger auf Zeitungsanzeigen als auf Radio-Spots. So nimmt das Unternehmen an einer Ausbildungsplatz-Aktion des bekannten Senders RSH teil. Christian Rönsch setzt auf den nachhaltigen Effekt der Radio-Spots: „Diese Spots sind den Leuten auch nach Monaten noch im Ohr“, so Rönsch. Zur Jahresmitte 2007 waren 26 Auszubildende bei May & Olde tätig.
Für die Zukunft hat sich die Unternehmensgruppe viel vorgenommen. Mit den Marken BMW und Mini sieht sich May & Olde gut gerüstet, gerade in Zeiten hoher Spritpreise und Umweltdiskussionen.
„Mit dem Programm EfficientDynamics hat sich BMW zur verbrauchsgünstigsten Marke im Klassenvergleich entwickelt. Das hilft uns beim Verkauf“, sagt Christian Rönsch. Im Mittelpunkt aber stehen die Mitarbeiter des Unternehmens. „Der Mensch macht‘s, auch und gerade wegen der Finanzkrise“, so Rönsch.
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