Elektroautokauf Autokäufer haben immer noch die alten E-Vorbehalte

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Elektroquote soll hoch, jetzt auch wieder mit staatlicher Hilfe. Doch in den Autokäufern schlummern immer noch viele alte Vorbehalte gegen Elektroautos – doch die sind faktisch meist unbegründet.

Die Elektromobilität in Deutschland kommt nicht wirklich schnell voran. Das liegt auch an unbegründeten Vorbehalten.(Foto:  Bosch)
Die Elektromobilität in Deutschland kommt nicht wirklich schnell voran. Das liegt auch an unbegründeten Vorbehalten.
(Foto: Bosch)

Viele Autofahrer in Deutschland sehen nach wie vor hohe Hürden für den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug. Fast zwei Drittel der Befragten (63,9 %) geben in einer Civey-Umfrage an, dass ihnen die Anschaffung zu teuer sei. Jeweils gut die Hälfte (51 %) der Fahrerinnen und Fahrer von Verbrennern führen in der Erhebung für den Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) fehlende Lademöglichkeiten im Alltag und die Sorge vor einer zu geringen Reichweite von E-Autos als Hinderungsgründe an.

Das Fazit des ZVEI: Wahrnehmung und Realität klaffen weit auseinander. So seien zum Beispiel fast drei Viertel (71 %) derjenigen, die bereits ein E-Auto nutzen, mit der Ladeinfrastruktur zufrieden. In der Verbrenner-Gruppe seien es dagegen nur 30 Prozent.

Auch Bedenken wegen zu geringer Reichweite seien unbegründet, argumentiert der Verband: „Niemand muss Sorge haben, liegenzubleiben“, sagt Azar Mottale, ZVEI-Bereichsleiterin Mobilität. „Die Verunsicherung, getrieben durch politische und ideologische Debatten, bremst den Umstieg aufs E-Auto.“

Ausbaubedarf sieht der Verband trotzdem, insbesondere hinsichtlich der Lademöglichkeiten in Großstädten. Weitere öffentliche Ladepunkt wie auch Lademöglichkeiten in Häusern mit mehreren Wohnungen müssten noch hinzukommen. Zudem dürfe das Laden eines E-Autos an öffentlichen Stromtankstellen nicht teurer sein als das Tanken fossiler Kraftstoffe. Deutschland habe im europäischen Vergleich die höchsten Strom- und Ladepreise.

Staat unterstützt den Umstieg

Die Bundesregierung hat jüngst eine neue Förderung für E-Autos auf den Weg gebracht, die auch für Plug-in-Hybride gilt. Allerdings sind hier noch einige Fragen offen. Wer ein Elektroauto kauft oder least, kann je nach Einkommen, Haushaltsgröße und Fahrzeugtyp zwischen 1.500 und 6.000 Euro Zuschuss vom Staat bekommen. Wer sein Elektroauto oder bestimmte Plug-in-Hybride ab dem 1. Januar neu zugelassen hat, kann die Förderung beantragen.

Info: Fragen und Antworten zum E-Auto-Förderprogramm

Civey hat für die den Angaben zufolge repräsentative Umfrage vom 18. Dezember 2025 bis 1. Januar 2026 online 3.500 Menschen aus der deutschen Gesamtbevölkerung sowie 2.800 Autofahrerinnen und Autofahrer befragt.

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