Analyse Autokosten bei Kleinwagen massiv gestiegen

Quelle: sp-x 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Autos werden immer teurer. Je nach Segment fallen die Preissteigerungen allerdings unterschiedlich hoch aus. Besonders hart trifft es Kleinwagennutzer. Gleichzeitig schrumpft der Abstand zwischen Verbrennern und E-Autos.

Die Kosten für Kleinwagen wie etwa dem Opel Corsa haben sich in Deutschland seit 2012 annähernd verdoppelt.(Bild:  Opel)
Die Kosten für Kleinwagen wie etwa dem Opel Corsa haben sich in Deutschland seit 2012 annähernd verdoppelt.
(Bild: Opel)

Kleinwagen, lange Zeit als Inbegriff erschwinglicher Mobilität geschätzt, sind in den vergangenen Jahren besonders stark von der allgemeinen Teuerung betroffen. Wie eine Analyse der Plattform Leasingmarkt.de zeigt, haben sich die addierten Anschaffungskosten über ein Autofahrerleben von durchschnittlich 54 Jahren von rund 73.600 Euro im Jahr 2012 auf aktuell 143.100 Euro um 94 Prozent erhöht und damit nahezu verdoppelt.

Im Vergleich dazu fielen die Preissteigerungen bei anderen Fahrzeugklassen geringer aus: Für Mittelklasse-Modelle beträgt das Plus 77 Prozent, in der Oberklasse lediglich 61 Prozent. Damit trifft die Preisentwicklung ausgerechnet jene Käufergruppen besonders hart, die auf günstige Fahrzeuge angewiesen sind, wie etwa Berufspendler, Fahranfänger oder Haushalte mit begrenztem Budget.

Ein Grund für den überproportionalen Anstieg bei Kleinwagen sind branchenweite Entwicklungen wie strengere Abgasnormen, erweiterte Sicherheitsvorgaben und immer umfangreichere Serienausstattungen. Während diese Faktoren alle Fahrzeugklassen betreffen, schlagen sie bei günstigen Autos prozentual besonders stark zu Buche.

Auch bei den Versicherungskosten zeigt sich eine ähnliche Tendenz: Im Kleinwagen-Segment stiegen sie seit 2012 um 38 Prozent und damit deutlich stärker als bei Mittel- oder Oberklassefahrzeugen, wo die Versicherungsprämien im gleichen Zeitraum nur um jeweils 13 Prozent zulegten.

E-Autos nähern sich Verbrennern an

Elektroautos nähern sich in Deutschland unterdessen preislich immer weiter an vergleichbare Verbrenner an. Laut einer Analyse des Center Automotive Research (CAR) ist der durchschnittliche Transaktionspreisunterschied im Juli auf 2.862 Euro und damit erstmals unter die Marke von 3.000 Euro gesunken.

Grund sind steigende Preise bei Verbrennern durch höhere Listenpreise und geringere Rabatte sowie sinkende Preise und leicht gestiegene Nachlässe bei BEVs. Zudem drängen günstigere E-Modelle auf den Markt: So hat Hyundais neuer Inster den teureren Ioniq 5 als meistverkauftes E-Modell der Marke in Deutschland abgelöst, was den durchschnittlichen Preisabstand um weitere 400 Euro verkleinert. In der erweiterten Betrachtung sinkt laut CAR-Analyse der Aufpreis für ein E-Auto damit auf nur noch 2.462 Euro.

Im Juli lag der durchschnittliche BEV-Transaktionspreis bei 35.613 Euro und damit um 2.875 Euro niedriger als noch im Januar 2025. Verbrenner verteuerten sich im selben Zeitraum um 183 Euro. Bei Transaktionspreisen handelt es sich um Listenpreise abzüglich gewährter Rabatte.

(ID:50510276)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung