Automechanika 2018: Hella Gutmann gibt Ausblick auf künftigen Dongle
Bald wollen auch die Ihringer ein eigenes B-Call-Konzept vorstellen. Das mobile CSC-Tool hingegen ist bereits bestellbar und jetzt auch in einer transportablen Ausführung erhältlich.
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Um freie Werkstätten in ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, bietet jetzt auch Hella Gutmann (HGS) das Konzept „Fahrzeugdaten Over-the-air“ an. Das Einverständnis des Kunden vorausgesetzt, können Werkstätten über dauerhaft in den OBD-Schnittstellen der Fahrzeuge verbleibende HGS-Dongles telematisch Fahrzeugdaten empfangen. So können sie Kunden aktiv ansprechen, um auf nötige Maßnahmen hinzuweisen. Aus der Ferne lässt sich der Aufwand für so manche Reparatur bereits vorab abschätzen bzw. eine Terminvergabe besser planen.
Auch der Autofahrer profitiert, denn der HGS-Dongle im Auto bietet zusätzliche Sicherheit: Die Werkstatt seines Vertrauens erhält jederzeit Einblick in die Fahrzeugdaten und wird ihn kontaktieren, wenn sie Handlungsbedarf erkennt: zum Beispiel das Befüllen der Reifen, ein Ölwechsel, das Nachfüllen von AdBlue, der rechtzeitige Ersatz einer Batterie oder weitere sich ankündigende Fehlfunktionen. Die Vernetzung der Kundenfahrzeuge erfolgt über die Browser-basierte Dongle-Lösung des nordamerikanischen Unternehmens Car Force, an dem Hella Anteile erworben hat. Das Konzept wird aktuell entwickelt; eine spätere Anbindung an die Mega-Macs-Funktionen ist denkbar.
Transportables CSC-Tool
Als echtes Multimarkensystem erlaubt das CSC-Tool im Verbund mit einem Mega Macs die Kalibrierung kamera- und radarbasierter Fahrerassistenzsysteme gemäß Herstellervorgaben. Optionale Kits ergänzen das Basisprodukt für Frontkamera-Kalibrierungen um Möglichkeiten zur Kalibrierung von Umfeldkameras und Radarsensoren. Aufgrund von Nachfragen seitens mobiler Autoglas-Dienstleister hat Hella Gutmann (HGS) jetzt zusätzlich ein transportables Kalibrierlsystem für Kameras entwickelt. Damit eröffnen sich auch mobilen Pannendiensten sowie Dienstleistern für Fuhrparks und Unternehmen mit mehreren Werkstätten neue Möglichkeiten.
Das CSC-Tool Mobile bietet dieselbe Genauigkeit wie das stationäre Werkstattgerät. Kalibriert wird grundsätzlich in Bezug auf die geometrische Fahrachse. Auch die mobile Version entspricht somit den Herstellervorgaben – eine ebene Aufstellfläche stets vorausgesetzt. Das mobile Tool ist deutlich leichter als die stationäre Variante und lässt sich in wenigen Schritten von nur einer Person auf- und abbauen. Zusammengeklappt passt es gut in einen Kombi oder kleinen Transporter. Auch die herstellerspezifischen Kalibriertafeln für Frontkameras wurden neu gestaltet und sind teilweise faltbar ausgeführt.
Hella Gutmann auf der Automechanika: Halle 9.0, A88
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