Automobilgruppe Nord AG macht mobil

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Zur norddeutschen Händlerkooperation gehören mittlerweile 70 Unternehmen mit 77 Autohäusern. Synergien winken vor allem im Gebrauchtwagenhandel und in der Gemeinschaftswerbung.

Die Automobilgruppe Nord AG hat seit 18. Februar 2003 acht neue Mitglieder mit insgesamt neun Autohäusern in den Verbund übernommen. Diese niedersächsischen Mitglieder decken den Bereich Osnabrück/ Emsland im Dreieck Meppen, Cloppenburg und Osnabrück ab. Durch die Kooperation der Automobilgruppe Nord AG (ANAG) sollen im lokalen Verbund weitere Synergien hergestellt werden, die sich z.B. im Gebrauchtwagenhandel untereinander und in der Gemeinschaftswerbung darstellen.

Der Verbund der Automobilgruppe Nord AG (ANAG) erstreckt sich mittlerweile über ganz Norddeutschland von Brandenburg im Osten über Schleswig-Holstein und Hamburg im Norden bis hin zur holländischen Grenze Niedersachsen im Westen. Insgesamt haben sich bereits 70 Mitglieder mit 77 Autohäusern für einen gemeinsamen Weg in eine Kooperation entschieden und täglich kommen weitere Interessenten hinzu.

"Bis Ende Mai 2003 rechnen wir mit über 80 angeschlossenen Unternehmen mit insgesamt 120 Autohäusern", stellt Martin Gruböck, Vorsitzender des Vorstands der Automobilgruppe Nord AG fest. "Die Expansion der Gesellschaft dient dazu, erst einmal eine flächendeckende Präsenz in Norddeutschland zu schaffen und die Lücken zwischen den belegten Parzellen so weit wie möglich zu schließen. Noch in diesem Jahr werden wir von der Expansionsphase in eine erste Konsolidierungsphase wechseln, um die neu entstandenen Synergien in den Alltag der Autohäuser standardisiert zurückfließen zu lassen", so Gruböck weiter.

Die Automobilgruppe Nord AG (ANAG) ist ein Zusammenschluss von markengebundenen Automobilhändlern der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Renault in Norddeutschland. Die Automobilgruppe Nord AG (ANAG) sieht sich selbst als integrative, sowohl im genossenschaftlichen Sinn, als auch als Gewinngesellschaft, zum Wohl ihrer Mitglieder operierende Dienstleistungsgesellschaft und Managementholding. Sie wurde im Hinblick auf die sich durch die neue GVO verändernde Marktsituation, schon im Jahr 2001 von kleinen und mittelständischen Vertragspartnern des VW-Händlernetzes gegründet, um deren Zukunft als selbstständige Unternehmer zu sichern.

Die neue, zum 1.10.2002 in Kraft getretene GVO ermöglicht es Kooperationsgesellschaften erstmals aktiv im markengebundenen Automobil- und Ersatzteilhandel, sowie im Servicebereich als Vertragswerkstatt zu agieren.

Bis zum 30.9.2002 waren sämtliche Geschäftsprozesse im Autohausumfeld an die vom Hersteller nach quantitativen und qualitativen Kriterien vergebenen Händlerverträge gebunden.Durch die Zuordnung von geschützten Marktverantwortungsgebieten (MVG) waren die unternehmerischen Möglichkeiten anderer Autohäuser der gleichen Marke in dieser Region stark begrenzt. Gleichzeitig waren die Vertragshändler in ihren Vertriebs- und Serviceaktivitäten grundsätzlich auf nur eine Marke begrenzt.Durch die ausdrückliche Erlaubnis der Wettbewerbskommission, europaweit innerhalb einer Unternehmensorganisation mehrere Marken vertreiben und reparieren zu können, eröffnen sich für kooperierende Kfz-Betriebe große Chancen der Marktentfaltung.

Für das traditionelle, nicht assoziierte Autohaus birgt die neu erlangte Liberalisierung hingegen viele Risiken. Je früher sich einzelne Händler verbünden, um ihre Marktposition zu stärken und die verschiedenen Betriebsabteilungen (Beschaffung, NW/GW Management, Marketing, Controlling, IT, etc.) gemeinsam zu professionalisieren und in Folge dessen ihre Ertragssituation verbessern, desto höher ist die Aussicht auf langfristigen Erfolg.

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