Kfz-Versicherungen Milliardenverluste durch gestiegene Reparaturkosten

Von Doris S. Pfaff 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Den Kfz-Versicherern droht in diesem Jahr ein Verlust von rund 2,5 Milliarden Euro, schätzt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Grund sind gestiegene Kosten. Das wird sich auf die Prämie und die Beiträge auswirken.

Autoreparaturen sind teurer geworden – auch weil die Kosten für Ersatzteile gestiegen sind. Das macht den Kfz-Versicherern zu schaffen.(Bild:  A. Fenqler)
Autoreparaturen sind teurer geworden – auch weil die Kosten für Ersatzteile gestiegen sind. Das macht den Kfz-Versicherern zu schaffen.
(Bild: A. Fenqler)

Autoversicherungen dürften teurer werden. Der Grund: Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet mit einem Verlust von voraussichtlich rund 2,5 Milliarden Euro für das laufende Jahr.

„Die Autofahrer zahlen in diesem Jahr für die Absicherung ihrer Fahrzeuge rund 30,2 Milliarden Euro – aber die Versicherer müssen über 32,8 Milliarden Euro für Schäden und Verwaltung ausgeben. Unter dem Strich stehen jedem eingenommenen Euro Ausgaben von 1,09 Euro gegenüber“, sagt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Höhere Reparaturkosten

Hintergrund der gestiegenen Kosten sei die hohe Inflation. Im Vergleich zum Vorjahr dürften die Einnahmen der Kfz-Versicherer um 3,7 Prozent steigen, die Ausgaben jedoch um rund zwölf Prozent – insbesondere wegen höherer Reparaturkosten, so der GDV.

„Sowohl die Ersatzteile als auch die Arbeit in den Kfz-Werkstätten werden immer teurer“, so Asmussen. Dieser Trend zeige sich bereits seit Längerem. „Im vergangenen Jahr dürfte ein durchschnittlicher Sachschaden in der Kfz-Haftpflichtversicherung von Pkw mit rund 3.700 Euro zu Buche geschlagen haben – 2013 waren es noch 2.400 Euro“, so Asmussen.

Prämien müssen angepasst werden

Zusätzlich zu den höheren Reparaturkosten stiegen nach dem Ende der coronabedingten Mobilitätseinschränkungen zudem die Unfallzahlen und damit die Schäden weiter an. Um wieder aus der Verlustzone zu kommen, müssten die Kfz-Versicherer die Prämien anpassen.

„Selbstverständlich gibt es einen Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Schäden und den Beiträgen für eine Kfz-Versicherung“, so GDV-Hauptgeschäftsführer Asmussen. Wie sich die aktuelle Situation aber konkret auf die Prämien auswirken werde, entscheide jeder Versicherer individuell. Das sei nicht Sache des Verbandes.

(ID:49624574)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung