Bernhard Huser verstorben

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Bernhard Huser, Ehrenobermeister der Kfz-Innung München-Oberbayern, ist nach schwerer Krankheit kurz vor seinem 73. Geburtstag verstorben.

Bernhard Huser war über lange Jahre hinweg als Ehrenamtsträger für die größte deutsche Kfz-Innung erfolgreich tätig. Seit 1975 im Innungsvorstand, wurde er bereits zwei Jahre später zum stellvertretenden Obermeister gewählt, bis er schließlich zwischen 1984 und 1990 die Geschicke der Innung von höchster Stelle als Obermeister lenkte.

Der frühere Motorsportler Huser gewann in den fünfziger Jahren als Beifahrer des legendären Wiggerl Kraus u.a. dreimal die Deutsche Seitenwagen-Meisterschaft. Mit seinem Kfz-Betrieb war er seit dem Jahr 1961 Mitglied in der Kfz-Innung München-Oberbayern. Auch auf bayerischer Ebene war er als stellvertretender Landesinnungsmeister aktiv.

Auf seine Initiative gehen neben vielen anderen Ereignissen und Maßnahmen die Modernisierung der Gesellenprüfung und der Kampf für eine Minderung der Umweltbelastung durch Autoabgase. Dabei entwickelte er zum Beispiel bereits vor bundesweiter Einführung der Abgassonderuntersuchung eine besondere Aktion für Innungsbetriebe: Die kostenlose Messung des CO-Ausstoßes der Fahrzeuge sollte Autofahrer für das Thema sensibilisieren und Maßnahmen zur Emmissionsminderung einleiten. Folgerichtig setzte er sich stark für die Ausrüstung der Kfz mit Katalysator ein und trieb die Öffentlichkeitsarbeit zusammen mit Partnern wie dem bayerischen Umweltministerium, TÜV oder ADAC voran. Auch war er maßgeblich am Neubau des Berufsbildungszentrums der Innung München-Oberbayern in den achtziger Jahren beteiligt.

In seiner Traueransprache betonte Hans Medele, Obermeister der Kfz-Innung München-Oberbayern, dass der persönliche Einsatz Husers für das Gemeinwohl, wie es die Arbeit der Innung zweifellos darstelle, für alle Vorbild und Meßlatte sein solle.