Konzept-Car Bertone Runabout: besser spät als nie

Von sp-x 1 min Lesedauer

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Konzeptautos werden häufig zu Showzwecken auf Messe gezeigt, aber nie in Serie gebaut. Anders der Bertone Runabout, der nun in Kleinserie entstehen soll. Und das fast 60 Jahre nach seiner Premiere.

Bertone baut das Konzeptauto Runabout von 1969 (rechts) jetzt in einer modernen Variante nach.(Bild:  Bertone)
Bertone baut das Konzeptauto Runabout von 1969 (rechts) jetzt in einer modernen Variante nach.
(Bild: Bertone)

An den Bertone Runabout dürften sich selbst viele Autokenner kaum erinnern. 1969 stellte die italienische Designschmiede Bertone den radikal reduzierten Roadster auf Basis des Autobianchi A112 vor. Das von Marcello Gandini gezeichnete Showcar gilt als stilistischer Vorläufer des Fiat X1/9, schaffte es jedoch selbst nie in die Serie. Das soll sich nun ändern: Bertone legt eine Miniserie mit dem Modellnamen Runabout auf, die optisch vom Original inspiriert ist, technisch jedoch einen zeitgemäßen Ansatz verfolgt.

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Wie das historische Konzept präsentiert sich auch der neue Runabout als kurzer Keil mit extrem flacher Front, über die die Radhäuser der 18-Zoll-Vorderräder hinausragen. In der Seitenansicht spannt sich die Keillinie bis zum steil abfallenden Heck mit 19-Zoll-Rädern. Die Karosserie besteht überwiegend aus Carbon, das Chassis aus extrudierten und verklebten Aluminiumprofilen.

Exklusiv = stolzer Preis

Angetrieben wird der Mittelmotor-Zweisitzer von einem 3,5-Liter-V6 von Toyota, der dank Kompressoraufladung 345 kW/468 PS und 490 Nm mobilisiert. Die Kraftübertragung übernimmt ein manuelles Sechsganggetriebe. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in rund vier Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 270 km/h. Das Leergewicht beträgt gut 1.050 Kilogramm. Als Barchetta ist der Runabout vollständig offen ausgelegt, alternativ steht eine Targa-Version mit herausnehmbarem Carbon-Dachelement zur Wahl, das die Keilsilhouette erhält und zugleich Wetterschutz bietet.

Der Innenraum orientiert sich am Bootsbau. Die Insassen sitzen tief in einer wannenförmigen Struktur, vor ihnen spannt sich ein horizontales, deckartiges Cockpit. Bertone setzt auf Reduktion statt Bildschirmflut: Ein zentral platzierter digitaler Drehzahlmesser, ein nautischer Kompass, freiliegende Mechanik und ein klassischer Kulissenschalthebel prägen das Ambiente. Materialien wie Carbon, gefrästes Aluminium und handverarbeitetes Leder unterstreichen den Manufakturanspruch. Gebaut wird der neue Bertone Runabout in einer limitierten Serie von 25 Exemplaren. Der Einstiegspreis liegt bei 390.000 Euro zuzüglich Steuern und Abgaben.

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