Räder für E-Autos Besonders auf die Verschraubung achten

Von Frank Schlieben 3 min Lesedauer

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Elektrofahrzeuge sind schwerer als viele Verbrenner und bringen ein besonders hohes Drehmoment auf die Straße. Stellen sie damit auch höhere Anforderungen an Leichtmetallräder? Wir haben beim TÜV Nord und beim BRV nachgefragt.

Filigrane 21-Zoll-Felge an einem Xpeng G9: Fahrzeugmasse und Motordrehmoment von batterieelektrischen SUVs stellen harte Anforderungen an die Räder.(Bild:  Rosenow, VCG)
Filigrane 21-Zoll-Felge an einem Xpeng G9: Fahrzeugmasse und Motordrehmoment von batterieelektrischen SUVs stellen harte Anforderungen an die Räder.
(Bild: Rosenow, VCG)

Das Veredeln von Autos mit schöneren Rädern ist beliebt – auch bei Fahrern von Elektroautos. Gibt es bei diesen etwas Besonderes zu beachten? Stefan Schöffler, Leiter des Fachgebiets Komponenten, und Andreas Eck, Projektingenieur und verantwortlich für die Räderprüfung, sind Experten beim Technischen Dienst des TÜV Nord. Der führt pro Jahr rund 3.000 Räderprüfungen durch, die Räderhersteller für die Marktzulassung beantragen.

Die beiden Experten unterscheiden bei der technischen Prüfung nicht zwischen Rädern für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren und Rädern für Elektro-Fahrzeuge. „Der größte Unterschied, und darauf müssen Eigentümer und Werkstätten unbedingt achten, ist die deutlich höhere Radlast von E-Fahrzeugen.“ Gewichtsunterschiede von je nach Modell 300 bis 700 Kilogramm gegenüber vergleichbaren Fahrzeugmodellen mit Verbrennungsmotor wirken sich auf die Radgröße und das Radgewicht aus. Abgesehen von der Radlast verlangt bei BEV- und Hybridfahrzeugen auch die Radverschraubung besondere Beachtung. „Weil viele Sonderräder mit anderen als den Serienschrauben oder -muttern befestigt werden, beschäftigen wir uns bei unseren Verwendungsgutachten – landläufig als ABE bezeichnet – oft auch mit den Radverschraubungen am Fahrzeug“, sagt Stefan Schöffler vom TÜV Nord.