Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg Bezahlbare E-Autos fehlen

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Zwar lief das Autojahr in Baden-Württemberg 2022 gut, doch die Aussichten auf 2023 bewertet Präsident Michael Ziegler kritisch. Aufträge fehlten, und die Hersteller drängten stärker in den Onlinevertrieb.

Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes Baden Württemberg, kann die Entscheidung der Politik, den Autohandel zu schließen, nicht nachvollziehen. (Bild:  Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg)
Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes Baden Württemberg, kann die Entscheidung der Politik, den Autohandel zu schließen, nicht nachvollziehen.
(Bild: Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg)

Als „Ritt auf der Rasierklinge“ beschrieb Präsident Michael Ziegler bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2022 des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg das, was der Branche bevorstehe. Das Plus beim Gesamtumsatz von Neu- und Gebrauchtwagen und eine Rendite von 3,3 Prozent – laut Ziegler „eine Größenordnung, die wir bisher immer nur als Zielgröße kannten“ – brächten mit Blick auf die Herausforderungen keine Entspannung. Denn seit mehr als einem halben Jahr sinke der Auftragseingang drastisch, ergänzte Pressesprecherin Birgit Leicht.

Für die Kunden stehe die bezahlbare individuelle Mobilität auf dem Spiel, so Ziegler. Die Situation im Handel sei schwierig. Einerseits seien da die etablierten Hersteller, die über Agentursysteme nach höheren Renditen auf Kosten der Autohäuser und Kunden strebten. Andererseits werde die Konkurrenz von chinesischen Herstellern immer größer. Insgesamt belege aber die Bilanz, dass „das Auto die unangefochtene Nummer eins ist, wenn es gilt, die Mobilitätswünsche der Menschen umzusetzen“, so Ziegler. Doch sei das Auto längst nicht mehr für alle bezahlbar.