Der Freiheitsgrad der Designer lag deutlich höher als üblich, denn diesmal entfielen jegliche Machbarkeitsstudien für eine künftige Serienfertigung. BMW plant leider nicht, das Coupé auf die Straße zu bringen. Habib gibt Einblick: „Wir sind an dieses Auto nicht dem systematischen, strategischen Ansatz herangegangen, der andere Concept Cars auszeichnet, sondern wir wollten die Kultur des Automobils und das Design feiern.“
Dennoch war der kreative Prozess nicht trivial. Die Arbeiten am Projekt begannen kurz nach dem letztjährigen Concorso d'Eleganza. Habib spricht von einem „vorsichtigen und respektvollen“ Ansatz: „Die Hommage vermittelt puren BMW-Geist. Dabei schauen wir nicht einfach nach hinten, sondern wir nutzen die Historie, um mit modernen Mitteln eine Fahrmaschine zu bauen.“ Neben den futuristischen Leuchtelementen und dem riesigen Heckspoiler fallen die vorderen Kotflügel ins Auge, die sich aus der Frontschürze entwickeln. Gezielte Kohlefaser-Elemente unterstreichen den Leichtbau - auch im Innenraum, der mindestens ebenso innovativ ist wie die Außenhaut. Habib beschreibt ihn als „sehr sportlich fokussiert, reduziert und puristisch glatt.“
„Das Erfahren analoger Technik“
Der 3.0 CSL Hommage ist kein Technologieträger, aber Habib hat relativ konkrete Vorstellungen: „So ein Auto muss natürlich gut klingen, es muss leicht sein und schnell um die Ecke gehen. Es geht dabei um das Erfahren analoger Technik, um Straßensport.“ So ganz konnte man sich den Verweis auf die hauseigene Hybrid-Kompetenz trotzdem nicht verkneifen: Im Kombiinstrument findet sich ein Verweis auf die Funktion „e-Boost“. Vielleicht ist das die schönste Eigenschaft der 3.0 CSL Hommage: Zu zeigen, dass auch heute noch pure Emotion auf die Räder gestellt werden kann. Vor allem, wenn man sich dabei einer so reichen Historie bedienen kann wie die Bayerischen Motorenwerke.
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