M GmbH

BMW – 50 Jahre M wie Motorsport

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Eigene Rennserie

Noch vor Serienanlauf geriet Lamborghini allerdings in finanzielle Schieflage. Nun wurde improvisiert. Italienische Zulieferer bauten Gitterrohrahmen und Kunststoffkarosserie für den M1 und lieferten alles nach Stuttgart zum Karossier Baur, der wiederum die von BMW gelieferte Mechanik installierte. Diese zeitliche Verzögerung führte dazu, dass die Homologationsserie zu spät kam für den ursprünglich geplanten Motorsporteinsatz des M1. Nur noch in der Procar-Serie punktete der damals teuerste und schnellste deutsche Sportwagen (262 km/h bzw. als Motorsportversion 310 km/h). Gleichzeitig glänzte der M1 als Fahrmaschine, denn bei der Fahrt ums Eck stand 1 g für den weltbesten Querbeschleunigungswert. Einzigartig blieb übrigens auch ein 1979 gebauter M1, den Pop-Art-Künstler Andy Warhol zum Kunstwerk gestaltete.

Die ersten Wölfe „im grauen Flanell“, wie BMW sie nannte, mit denen vom Büro auf die Rennstrecke gesprintet werden konnte, baute die Motorsport GmbH ab 1974 als 530i, 533i und 535i. Bis 1980 entstanden so knapp 900 Limousinen mit Werkstuning. Dann folgte der M535i (E12) mit 160 kW/218 PS starkem Sechszylinder und 1984 debütierte der erste M5 (E28). 6,4 Sekunden genügten diesem 210 kW/286 PS starken M5 für den Sprint auf Tempo 100 – Weltrekord für Viertürer.

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Weitere Weltbestwerte sollten folgen: Der M5 Touring (E34) von 1992 reüssierte als schnellster Kombi, den M3 (ab 1985) stilisierten Fachmedien zum Jahrhundertsportwagen. Der erste M3 CSL (E46; „Coupé Sport Leichtbau“) legte auf der Nordschleife die Messlatte für die Rivalen Mercedes C 55 AMG und Audi S4 höher und der dritte M5 (E60) übersprang mit Zehnzylinder-Herz 2004 als erster Businessjet die 500-PS-Marke.

Beutender Modellfaktor

Seit 1993 firmiert das Münchner Leistungszentrum offiziell als M GmbH und fortan wurde das Produktportfolio noch bunter. Das „M“ verschaffte sich durch immer neue Art-Cars in der Kunstszene Anerkennung, mit ultrascharfen Roadster-Ablegern von Z3 und Z4 bei Frischluftfans und mit den 2009 aufgelegten Typen X5 M und X6 M schließlich auch bei der leistungssüchtigen SUV-Klientel. Damals hatte gerade der 300.000ste Dampfhammer die bayerische Leistungsschmiede verlassen und die Sportschau auf dem deutschen Markt war reichhaltiger geworden. Powerversionen von Lexus, Cadillac, Jeep oder Jaguar sowie viertürige Porsche machten die BMW-M-Modelle aber anscheinend nur noch begehrenswerter.

Jedenfalls sind die Verkaufszahlen der M-Performer seit den 2010er-Jahren auf Rekordjagd. Vielleicht liegt dies auch daran, dass BMW inzwischen fast jede Baureihe durch mindestens einen leistungsstarken M-Renner anreichert, vom kompakten M135i bis zum BMW XM in Vollfettstufe mit 550 kW/750 PS als erstem eigenständigen M Modell seit dem M1. Über 160.000 Einheiten liefert die M GmbH mittlerweile jedes Jahr aus. Damit M auch nach dem Gold-Jubiläum einer der begehrtesten Buchstaben im Automobil-Alphabet bleibt, gibt es bereits Stromer wie den i4 M50, die in die Zukunft blitzen.

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