BMW M: Nie gebaute Studien

Autor / Redakteur: Sebastian Viehmann / Vera Scheid

Was technisch alles machbar ist, wollen die Entwickler der BMW M GmbH mit ihren teils außergewöhnlichen Konzeptstudien zeigen: Pickups, die 300 Km/h fahren, aufgemotzte Geländewagen und skurrile Roadster.

Was technisch alles machbar ist, wollen die Entwickler der BMW M GmbH mit ihren teils außergewöhnlichen Konzeptstudien zeigen. Viele Modelle wurden nie in Serie gebaut. Dazu zählen unter anderem Pickups, die bis zu 300 Km/h fahren, aufgemotzte Geländewagen und skurrile Roadster.

„Ich bin 300 gefahren, aber da war bestimmt noch nicht Ende. Es ist uns einfach die Autobahn ausgegangen“, sagt Kay Segler und schaut auf den schneeweißen M3, welcher der schnellste Pickup der Welt sein soll. Er hat 420 PS, ist 50 Kilo leichter als ein normaler M3 und ein echtes Nutzfahrzeug. Das Auto hat eine Lkw-Zulassung, eine Anhängerkupplung und 450 Kilogramm Nutzlast. Das Gewicht werde gleichmäßig auf vorne und hinten verteilt. Der Pickup wurde aus einem ausrangierten M3-Cabrio entwickelt. Dass der M3-Pickup in Serie gefertigt wird, sei ausgeschlossen.

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Der rasende Laster ist jedoch nicht das einzige Experiment der M GmbH.

Im Firmenkeller in Garching bei München findet sich so manches skurrile Exemplar, wie der feuerrote Roadster aus dem Jahr 1992, der für einen Design-Wettbewerb entstand. Ebenfalls ungewöhnlich sei ein Hochdach-Kombi auf Basis des BMW M5. Damit solle gezeigt werden, was in Sachen Individualisierung alles machbar sei. Erstmals wurden mit dem Wagen die BMW-eigenen integrierten Kindersitze präsentiert, die es in die Serienfertigung schafften.

Ein Einzelstück blieb auch der M8, dessen Basis das 8er Coupé ist. Die Ingenieure koppelten zwei Sechszylindermotoren im 60-Grad-Winkel zu einem Zwölfzylinder mit 550 PS. Das Aggregat wurde weiterentwickelt, fand sich im McLaren F1 wieder und kam in unterschiedlichen Rennversionen zum Einsatz. So entstand 1999 ein V12-Rennmotor für die LeMans-Serie mit sechs Litern Hubraum und 580 PS. Der BMW V12 LMR holte sich 1999 den Gesamtsieg bei dem 24-Stunden-Rennen von LeMans.

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