Branchenspiegel: Rosier kauft auf Sylt groß ein

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Zukauf als Marketingmaßnahme / Neues Audi-Zentrum in Schwerin / BMW-Niederlassung Stuttgart wieder voll einsatzbereit

Gleich zwei Autohäuser, eine Aral-Tankstelle, eine Auto-Vermietung und einen Abschlepp-Service kauft die Autohandelsgruppe Rosier zum 1. Januar 2007 auf Sylt. Geschäftsführer Heinrich Rosier erhofft sich durch die hohen sechsstelligen Besucherzahlen auf der Touristen-Insel unter anderem einen öffentlichkeitswirksamen Auftritt zu Gunsten seiner Marke. Die beiden übernommenen Kfz-Betriebe, Kress & Hansen und Spintig Automobile in Tinnum, vertreiben mit zusammen 56 Mitarbeitern derzeit Neufahrzeuge der Marken Mercedes, BMW und VW und halten zudem Service-Verträge von Opel, Ford, Audi, Porsche, Smart und Mini.

Bei Spintig Automobile wird Jens Spintig weiterhin das operative Geschäft leiten und darüber hinaus auch die anderen Sylter Rosier-Betriebe führen. Harry Kress von Kress & Hansen verabschiedet sich in den Ruhestand. Die Rosier-Gruppe vermarktet nun mit rund 1.400 Mitarbeitern an 22 Standorten insgesamt 13 Fabrikate (Schwerpunkt: Mercedes). Seinen Jahresabsatz beziffert das Unternehmen mit 10.400 Neu- und 9.500 Gebrauchtwagen.

Neues Audi-Zentrum in Schwerin

Das Autohaus Ahnefeld hat in der vergangenen Woche seinen neuen Audi-Hangar an der Hagenower Chaussee eingeweiht. Für die exklusive Vermarktung des Ingolstädter Fabrikats stellt der Familienbetrieb zehn neue Mitarbeiter ein. Junior-Chef Jens Ahnefeld auf Anfrage von »kfz-betrieb ONLINE«: "Wir wollen 2007 in dem neuen Betrieb 280 neue Audis absetzen." 2005 verkaufte das Autohaus mit seinen 68 Beschäftigten insgesamt rund 850 Neuwagen der Marken VW (inklusive Nutzfahrzeuge), Audi und Sssangyong sowie eine vergleichbare Anzahl an Gebrauchten. Die Ahnefelds sind bereits seit 1968 an diesem Standort aktiv – zunächst mit einem kleinen Kfz-Wartungsbetrieb, später reparierte man Skoda- und Trabant-Modelle.

BMW-Niederlassung Stuttgart wieder voll einsatzbereit

Umfangreiche Neu- und Umbaumaßnahmen hat die BMW-Niederlassung in Stuttgart hinter sich. Dabei investierte der Münchner Hersteller in den vergangenen vier Jahren nach eigenen Angaben rund 16,4 Millionen Euro. Unter anderem wurde ein eigenständiger "Mini-Stuttgart"-Betrieb gebaut. Die Niederlassung in der Schwaben-Metropole beschäftigt derzeit 391 Mitarbeiter, die 2005 insgesamt 4.185 Neu- und 3.820 Gebrauchtwagen verkaufen konnten.