Branchenspiegel: Vollmer & Sack zahlungsunfähig
Übernimmt die Schwabengarage den Karlsruher Ford-Händler? / Autohaus Mendgen in Trier kann weitergeführt werden
Das Ford-Autohaus Vollmer & Sack in Karlsruhe hat in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Bereits im Juli hatte der Betrieb sein Teile-Geschäft an die Stuttgarter Schwabengarage abgegeben. Die beteiligten Kreditinstitute hatten sich aber nach Angaben des Händlers mit Vollmer & Sack nicht über die Verkaufserlöse einigen können. Daraufhin war der Kreditrahmen der Banken stark eingeschränkt worden, was der Grund für die jüngsten massiven Liquiditätsprobleme gewesen sei.
Auf Anfrage von »kfz-betrieb« ONLINE bestätigte Michael Ziegler, Vorstand der Schwabengarage AG, dass in Abstimmung mit den Ford Werken Gespräche mit Vollmer & Sack über eine mögliche Übernahme geführt werden. Der Ausgang sei jedoch noch völlig offen. "Es ist durchaus möglich, dass der Insolvenzverwalter die Firmengruppe Vollmer & Sack mit ihren Standorten in Stuttgart, Rastatt, Karlsbad und Eggenstein-Leopoldshafen aufsplittet und die Betriebe einzeln veräußert. Sollte die Schwabengarage die Firmen-Gruppe tatsächlich übernehmen, so ist davon auszugehen, dass die meisten der derzeit rund 100 Mitarbeiter mit hoher Wahrscheinlichkeit übernommen werden", sagte Ziegler.
Bei Mendgen geht es weiter Nachdem das Citroën-Autohaus Mendgen in Trier Anfang Juli Insolvenz anmelden musste, verkauft und repariert das 16-köpfige Team um Geschäftsführer Josef Lüders nun wieder auf vollen Touren. Der Betrieb konnte in einer neu gegründeten Gesellschaft aufgefangen werden und firmiert nun seit dem 2. September unter dem Namen "Mendgen Automobile GmbH". Im Gespräch mit »kfz-betrieb« ONLINE äußerte sich Josef Lüders zuversichtlich angesichts der neuen Perspektiven: "Wir mussten zwar in der Insolvenz-Phase die Werbemaßnahmen zurückschrauben, sind aber davon überzeugt, dass uns unsere Kunden treu bleiben werden."