Branchenspiegel: Weller verkauft Motena
Geschäftsentwicklung hinter den Erwartungen zurückgeblieben / Erfolgreiche Verkaufsaktion bei Gottfried Schultz
Die Weller-Gruppe verkauft ihre Internet-Sparte Motena. Derzeit führe man Verhandlungen mit drei Interessenten, sagte Firmenchef Burkhard Weller auf Anfrage. Der Käufer soll das Konzept möglichst noch in diesem Jahr komplett übernehmen, inklusive des im Januar in Berlin eröffneten Gebrauchtwagen-Autohauses Motena City.
Das Geschäft der Tochtergesellschaft habe sich nach einer schwarzen Null im ersten Quartal nicht entsprechend weiterentwickelt, begründete Weller den Schritt. "Warum sollen wir hier Kapital binden, wenn wir mit unseren Autohäusern das doppelte verdienen", so Weller. Bereits 2005 war Motena hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das Unternehmen erwirtschaftete im letzten Jahr bei einem Umsatz von 84,6 Millionen Euro einen Verlust von 482.000 Euro. Weller hatte Motena 2002 übernommen.
Erfolgreiche Verkaufsaktion bei Gottfried Schultz
Der "Outlet-Tag" der Gottfried-Schultz-Gruppe am 19. August war nach Angaben von Marketingleiter Arndt Fritzer ein voller Erfolg. Insgesamt habe man an diesem Tag 330 Fahrzeuge verkauft und einen Umsatz von 5,5 Millionen Euro erzielt.
An der Verkaufsaktion nahmen alle 26 Autohäuser der Marken Audi, VW, Seat und Skoda teil, die die Gruppe betreibt. Kunden konnten dort Neu- und Gebrauchtfahrzeuge mit bis zu 6.000 Euro Preisnachlass erwerben. Diese Konditionen waren nur an diesem Tag gültig. "Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt", erklärte Fritzer. Künftig soll es weitere derartige Aktionen geben. Die Gottfried-Schultz-Gruppe verkaufte zuletzt insgesamt 38.000 Fahrzeuge jährlich. Mit seinen 34 Betrieben will die Gruppe in diesem Jahr 800 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.