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Bremsprobleme des Tesla 3 mit Update Over-the-Air behoben

Autor / Redakteur: sp-x/dpa / Jakob Schreiner

Amerikanische Verbraucherschützer hatten das Tesla Model 3 wegen schwacher Bremsen kritisiert. Nun hat der Hersteller das Problem behoben – in einer branchenweit einmaligen Weise.

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Das Model 3 ist der günstigste Stromer von Tesla.
Das Model 3 ist der günstigste Stromer von Tesla.
(Bild: Tesla)

Wegen zu schwacher Bremsen hatte das einflussreiche US-Verbrauchermagazin „Consumer Reports“ dem Tesla Model 3 zunächst die Auszeichnung mit seinem Qualitätssiegel „Kaufempfehlung“ verweigert. Nachdem der Hersteller per Software-Update nachbesserte, gibt es das begehrte Siegel nun doch. Dem Magazin zufolge konnte der Bremsweg durch die online durchgeführte Aktualisierung deutlich verkürzt werden.

Die Fehlerbehebung bei der elektrischen Mittelklasselimousine ist die branchenweit erste Online-Nachbesserung eines Bremssystems. Bislang werden mittels sogenannter Over-the-Air-Updates vor allem Daten unkritischer Systeme wie Navigation oder Infotainment aktualisiert.

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Vor rund einer Woche erst hatte das Magazin verkündet, wegen zu schwacher Bremsleistung und anderen Mängeln keine Kaufempfehlung für Teslas Hoffnungsträger abgeben zu können. Diese Entscheidung sei nach Nachbesserungen von Tesla und erneuten Tests revidiert worden. Tesla-Chef Elon Musk bedankte sich bei Twitter für das „kritische Feedback“ und versprach weitere Verbesserungen.

Die Weigerung der renommierten Zeitschrift, eine Kaufempfehlung für den Tesla auszusprechen, hatte nicht nur in Amerika, sondern auch in Europa für Aufsehen gesorgt. Das Model 3 ist das erste günstigere Auto von Tesla, mit dem der kalifornische E-Autopionier von der Luxusnische in den Massenmarkt kommen will. Der Anlauf der Serienfertigung verlief bislang aber holprig, Tesla liegt weit hinter den ursprünglichen Zielen.

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