CAD-Chef Karl Schlössl pleite?
Gegen den Geschäftsführer der China Automobile Deutschland GmbH läuft ein vorläufiges Insolvenzantragsverfahren beim Amtsgericht Augsburg. Karl Schlössl dementiert gegenüber »kfz-betrieb«-ONLINE: "Die Sache ist inzwischen vom Tisch."
Der Geschäftsführer der China Automobile Deutschland GmbH (München), Karl Schlössl, steckt offenbar in finanziellen Schwierigkeiten. Laut einer Mitteilung des Amtsgerichts Augsburg vom 4. Januar 2008 wurde Anfang des Jahres ein vorläufiges Insolvenzantragsverfahren über Schlössls Privatvermögen eingeleitet.
Darin heißt es: "Verfügungen des Schuldners über Gegenstände seines Vermögens sind nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam. Die Schuldner des Schuldners werden aufgefordert, nur noch an den vorläufigen Insolvenzverwalter zu leisten. Den zur abgesonderten Befriedigung berechtigten Gläubigern wird die Einziehung von Forderungen und die Wegnahme von Gegenständen verboten." Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dipl.-Oec. Knut Thomas Hofheinz (Augsburg) bestellt.
Auf Anfrage von »kfz-betrieb«-ONLINE bestätigte eine Sprecherin der Firma Hofheinz-Mittendorf Beratende Betriebswirte (Augsburg) die Aufnahme eines vorläufigen Insolvenzantragsverfahrens gegen CAD-Chef Karl Schlössl. Festzuhalten bleibe allerdings, dass es sich dabei um ein vorläufiges Verfahren handele, dessen Ausgang noch offen sei. Ebenso offen sei, inwieweit das Verfahren, das sich ausschließlich gegen Schlössl Privatvermögen richte, auch die Geschäftstätigkeit der China Automobile Deutschland GmbH tangiere.
Schlössl selbst jedenfalls dementierte gegenüber »kf-betrieb«-ONLINE: "Das ist eine alte Geschichte, die inzwischen vom Tisch ist. Wir haben schon seit der IAA gemerkt, dass uns da jemand anschießen will. Gegen mich und meine Firma läuft kein Insolvenzverfahren. Wir ziehen demnächst wie geplant in unser neues Münchner Domizil um. Und auch die Auslieferung unserer Autos geht ganz normal weiter."