CEO: Überraschend hartes Urteil

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China Automobile Deutschland blickt trotz der Niederlage gegen BMW im Streit um das CEO-Design zuversichtlich nach vorne. Neue Modelle sollen das Unternehmen nun etablieren.

Nach der Niederlage im Rechtsstreit um das Design des CEO blickt der Importeur China Automobile Deutschland (CAD) nach vorne. Sein Unternehmen wolle sich auf andere Modelle konzentrieren. Zudem stehe der Marktstart des Modells UFO unmittelbar bevor, sagte CAD-Geschäftsführer Karl Schlössl."Die Härte des Urteils hat uns überrascht, hat wohl alle überrascht", räumte Schlössl auf Nachfrage ein. In diesem Zusammenhang ärgert ihn besonders, dass sich die Richter "nicht einmal die beiden Modelle in natura nebeneinander angesehen haben". Die Modelle hätten andere Proportionen, der CEO sei größer als der X5. Die Entscheidung des Gerichts sei jedoch nur auf der Basis von Fotos gefallen.

Die CAD werde in Berufung gehen, bekräftigte Schlössl. Derzeit lägen allerdings die Urteilsgründe noch nicht vor, da der zuständige Richter nach der Gerichtsentscheidung für mehrere Wochen in Urlaub gegangen sei. Entsprechend verlängere sich die Einspruchsfrist, bestätigte Gerichtssprecher Dr. Frank Tholl. Über das Oberlandesgericht München und den Bundesgerichtshof könne der Importeur bis vor den Europäischen Gerichtshof ziehen.Stellenwert des CEO sinkt

Zunächst will sich der Importeur um die Markteinführung seiner anderen Modelle kümmern. "Der UFO steht vor der Auslieferung", berichtete Schlössl. Derzeit sei eine begleitende Marketing-Kampagne in der Endabstimmung. Unter dem Motto "UFOs landen in Deutschland" erhalten die Händler nun Informationen zur Ausstattung und Motorisierung des Modells. Außerdem erhalten sie Informationen über Werbekostenzuschüsse, die Prämien und die bundesweite Werbung.

Zudem sei die Homologation für den siebensitzigen Geländewagen GX6 fast abgeschlossen. Das erstmals auf der AMI in Leipzig ausgestellte Fahrzeug soll mit einem 165 PS starken Motor auf den Markt kommen. Weiterhin guter Dinge ist Schlössl, dass er auf dem Pariser Autosalon im Herbst einen Kleinwagen zeigen wird, der für rund 7.000 Euro in den Handel kommen soll. Angesichts dieser Entwicklungsmöglichkeiten sei "der CEO nicht mehr unser wichtigstes Produkt". Die CAD werde daher auch eine Niederlage im Rechtsstreit mit BMW überleben können.