Interview mit dem ZDK-Präsidenten China sucht Kontakt zum deutschen Autohandel

Das Gespräch führte Doris S. Pfaff 5 min Lesedauer

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Günstigere Stromer aus Asien könnten den Absatz von E-Autos wieder anschieben. ZDK-Präsident Arne Joswig spricht über die Haltung des Handels dazu und über erforderliche Kurskorrekturen.

ZDK-Präsident Arne Joswig hält eine politische Entscheidung für den Einsatz von E-Fuels für den Straßenverkehr zur erforderlich.(Bild:  ZDK)
ZDK-Präsident Arne Joswig hält eine politische Entscheidung für den Einsatz von E-Fuels für den Straßenverkehr zur erforderlich.
(Bild: ZDK)

Vor einem Jahr kämpfte der Autohandel noch mit den Ausläufern der Lieferengpässe, dem Förder-Aus für Plug-in-Hybride und fürchtete die neuen Händlerverträge. Wie fällt Ihre Bilanz für den Kfz-Handel in diesem Jahr aus?

Arne Joswig: Es ist eine durchwachsene Bilanz. Wir können sagen, dass sich die Verfügbarkeit von Neufahrzeugen deutlich verbessert hat. Die bis Ende August steigenden Zulassungszahlen waren jedoch zum großen Teil dem Abbau des Lieferrückstands aus 2023 geschuldet. Denn parallel gingen die Neubestellungen insbesondere der Privatkunden deutlich zurück. Daran hat auch die Aufstockung der Umweltprämie im Juli um 400 Millionen Euro nichts geändert. Das Gebrauchtwagengeschäft hat sich erholt, weil mehr Fahrzeuge verfügbar sind. Die Preise sind aber nicht mehr so hoch wie im vergangenen Jahr. Und das Thema Händlerverträge hat die Fabrikatshändler weiter begleitet und wird das auch im kommenden Jahr tun.