Citroen C3 glänzt mit großer Scheibe

Redakteur: Dipl.-Ing. Edgar Schmidt

Citroen bringt im Januar 2010 die zweite Auflage des C3. Sein besonderes Merkmal: Eine besonders große Panorama-Windschutzscheibe.

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Autofahrer, die sich bisher in der Kompaktklasse, also auf dem Golfplatz, bedient haben, greifen inzwischen immer öfter zum Kleinwagen. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Erstens sind Kleinwagen billiger und zweitens sind sie in den letzten Jahren derart gewachsen, dass sie durchaus als Erst- und einziges Fahrzeug taugen. Von diesem Trend will Citroen künftig mit dem neuen C3 profitieren. Um sich von den Wettbewerbern abzuheben, haben ihm die Entwickler eine besonders große Frontscheibe spendiert, die zumindest in der obersten Ausstattungsvariante serienmäßig ist. In der mittleren kostet sie 400 Euro Aufpreis.

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Dennoch geht Citroen davon aus, dass sich mindestens 50 Prozent der Kunden für die Scheibe entscheiden werden, weil sie einmalig in dieser Fahrzeugklasse ist. Die insgesamt 1,35 Meter lange Scheibe zieht sich bis weit über die Köpfe der Frontpassagiere und vermittelt ein großes Raumgefühl. Sie öffnet den Blickwinkel des Fahrers gegenüber herkömmlichen Scheiben um rund 80 Grad nach oben. Man fühlt sich fast wie in einem Cabrio, nur dass es nirgendwo zieht.

Damit das viele Licht die Frontinsassen bei starker Sonneneinstrahlung nicht stört, hat das Auto einen verschiebbaren Dachhimmel, mit dem aus der Panoramascheibe mit einem Handgriff eine Frontscheibe mit herkömmlicher Höhe wird.

Bessere Qualität

Allerdings ist es nicht nur die Scheibe, die die Kunden zum neuen C3 bringen soll. Insgesamt wirkt die Ausstattung hochwertiger als beim Vorgänger, den die Franzosen insgesamt mehr als zwei Millionen mal Verkauft haben. Die billig wirkende Ausstattung hatten viele C3-Fahrer bemängelt, gibt selbst Citroen zu. Also war es für den Hersteller wichtig, das Fahrzeug zu verbessern, nicht zuletzt, weil die anvisierten Kunden aus dem Kompaktklassesegment auch beim Kleinwagen meist eine gehobene Ausstattung erwarten. Aus diesem Grund gibt es für den C3 erstmals auch ein integriertes Navigationsgerät mit großem Bildschirm sowie eine HiFi-Anlage mit zusätzlichem Lautsprecher in der Mitte der Armaturentafel und mit Subwoofer im Kofferraum als Extra.

Wer sich für einen C3 entscheidet, kann vorerst nur ein Fahrzeug mit Benzinantrieb bekommen; Dieselmotoren bieten die Franzosen voraussichtlich im Frühsommer 2010. Wirklich neue Motoren führt Citroen im C3 erst 2011 ein. Dann soll eine neue Generation von Dreizylindermotoren kommen, deren CO2-Ausstoß unter 100 g/km liegt. Ebenfalls 2011 soll es neue Dieselmotoren geben, die mit einem Stop-Start-System der zweiten Generation erhältlich sind. In Verbindung mit ebenfalls neuen automatisierten Fünf- und Sechsganggetrieben sollen diese Motoren lediglich 95 und 90 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen.

Zu den in Deutschland 2010 angestrebten Verkaufszahlen äußert sich der Importeur wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage nicht, wegen des unsicheren Marktes seien Prognosen nur schwer möglich. Er hat jedoch das Ziel ausgegeben, den Marktanteil von derzeit 2,4 Prozent möglichst schnell auf drei Prozent zu erhöhen. Daran soll der neue C3 einen wesentlichen Anteil haben.

Der Einstiegspreis liegt bei 12.700 Euro. Dafür gibt es den C3 Advance mit 1,1-l-44kW-Benzinmotor als Fünftürer mit serienmäßigem ESP.

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