CO2-Steuer: Italien macht es vor

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Fiat-Deutschland-Chef warnt vor verengter "Grenzwert"-Debatte. Werner Frey setzt auf pragmatische Lösungen.

Werner H. Frey, Vorstandsvorsitzender der Fiat Automobil AG, wünscht sich mehr Klarheit in der aktuellen CO2-Diskussion: "Man sollte aufhören, nur über bestimmte Grenzwerte zu diskutieren. Die Menschen haben sehr unterschiedliche Mobilitätsbedürfnisse. Diese sollten wir auch in Zukunft respektieren."

Frey nannte die Aktion "Pro saubere Luft" des VDIK als gutes Beispiel für eine sachliche Herangehensweise an das Thema. "Auf Deutschlands Straßen sind immer noch 15 Millionen alte Autos unterwegs, die zu viele Schadstoffe ausstoßen. Wenn wir es schaffen, diesen Altbestand zu erneuern, haben wir viel für die Umwelt getan", erklärte Frey.

Ein gutes Vorbild für die deutsche Politik sei Italien. Dort werde die Kfz-Steuer bereits abhängig vom CO2-Ausstoß berechnet. Außerdem bekomme der Käufer eines neuen Autos eine Verschrottungsprämie für sein altes Fahrzeug. "Die Hersteller und Importeure haben bereits viele umweltfreundliche Alternativen im Angebot, jetzt sollten die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass die Kunden sich für diese Alternativen entscheiden", betonte der Automanager.