Concorso d’Eleganza 2018: In alter Schönheit

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Das Sammeln historischer Autos hat sich im Laufe der vergangenen Jahre als äußerst gutes Investment erwiesen. Das spiegeln nur zu gut die weltweit wichtigsten Auktionen für Oldtimer wider. Aus zwei werden drei, aus fünf werden acht und aus zehn schnell auch 15 Millionen Euro und mehr, abhängig vom Zustand, dem Design, der Marke und den damals produzierten Stückzahlen. Manche der gezeigten Kostbarkeiten sind nur in wenigen Einheiten in Handarbeit entstanden, manche wirklich einmalig.

Wie zum Beispiel der Jaguar XK 120, italienisch eingekleidet von Battista „Pinin“ Farina in Turin. Heute wäre es schlicht undenkbar, ein Auto zu kaufen und es dann zu einem Karosseriebauer zu bringen, um es dort komplett neu zu gestalten zu lassen. Genau dies aber tat der einflussreiche US-Autoimporteur Max Hoffman. Bevor der Jaguar XK 1955 in die USA verschifft wurde, drehte er sich noch kurz im Rampenlicht des Genfer Autosalons.

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Monetäre Tatsachen interessieren die Besitzer jedoch nicht wirklich. Geld hat man ohnehin genug, klassische Fahrzeuge dafür gibt es meist zu wenig, selbst wenn bereits eine gut bestückte Sammlung, verteilt auf Garagen, Hallen und ausrangierten Flugzeughangars steht und die Oldtimer von einem Team in Festanstellung gepflegt oder repariert werden. „Wer einmal sein Objekt der Begierde gefunden und es in jahrelanger Arbeit liebevoll restauriert hat, hängt am Haken und wird süchtig“, sagt Stefan Behr von BMW Klassik, „dann beginnt die weltweite Suche nach weiteren Schätzen.“

Auf gängigen Internet-Plattformen werden „Infizierte“ meist nicht mehr fündig. Der Markt, mittlerweile ein Milliarden-Dollar-Business, liegt in den Händen von Händlern, Maklern und Sammlern. „Die Szene kennt sich untereinander. Fast jeder weiß, welche Autos wo in welchem Besitz sind“, sagt Experte Behr. Auf einschlägigen Auktionen oder Treffen wie im Garten der Villa d’Este sieht man sich und tauscht Tipps und Erfahrungen aus und macht auch vielleicht das eine oder andere Geschäft.

Bereits seit 1929 richtet das renommierte Luxushotel diese exklusive automobile Veranstaltung aus. Damals allerdings standen Neuwagen zur Ansicht bereit. Seit 2006 ist BMW als offizieller Ausrichter und Schirmherr mit von der Partie und zeigt in jedem Jahr neben berühmten historischen Modellen aus der über 100-jährigen Unternehmensgeschichte auch das eine oder andere Concept Car.

Zukunft umgeben von Vergangenheit

In diesem Jahr gaben die Münchener mit der Studie M8 Gran Coupé einen Hinweis auf das für 2019 angekündigte Topmodell der neuen 8er-Baureihe. Der Wagen stand allerdings schon im März auf dem Genfer Autosalon. Sein „rollendes“ Debüt feierte dagegen der Rolls-Royce Cullinan. Das mächtige Luxus-SUV mit obligatorischem Zwölfzylinder fand bei der betuchten Klientel am Comer See viel Zuspruch. Von Rolls-Royce hieß es, dass bereits 1.000 Bestellungen vorlägen. Damit dürfte sich der Cullinan zum Bestseller der britischen Edelmarke entwickeln. Ober er allerdings auch in 30 oder 40 Jahren einer der Stars auf dem Concorso d’Eleganza im Garten der Villa d’Este sein wird, ist eher nicht anzunehmen.

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