Coparts rüstet freie Kfz-Betriebe für den Wettbewerb

Von Norbert Rubbel

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Mit einer eigenen Telematiklösung und der Steuerung von Serviceaufträgen unterstützen die Handelsgruppe Coparts und die Global Automotive Service ihre Partnerwerkstätten.

Coparts-Geschäftsführer Ulrich Wohlgemuth (li.) und GAS-Geschäftsführer Andreas Brodhage fühlen sich im Teile- und Servicemarkt gut aufgestellt.  (Bild:  Rubbel)
Coparts-Geschäftsführer Ulrich Wohlgemuth (li.) und GAS-Geschäftsführer Andreas Brodhage fühlen sich im Teile- und Servicemarkt gut aufgestellt.
(Bild: Rubbel)

Der Konzentrationsprozess, die Vernetzung der Fahrzeuge und der Kampf um die Datenhoheit zählen zu den großen Herausforderungen im freien Teile- und Servicemarkt. „Mit unseren neuen Gesellschaftern Lorch und Küblbeck sind wir gut aufgestellt“, sagte Coparts-Geschäftsführer Ulrich Wohlgemuth anlässlich der „Profi Service Tage“ letztes Wochenende in Frankfurt. Mit dem Beitritt der beiden Bosch-Großhändler im Juli dieses Jahres stieg die Gesellschafteranzahl der Coparts Autoteile GmbH auf neun Unternehmen. Mit der Küblbeck GmbH & Co. KG deckt die Essener Handelsgruppe Marktgebiete in der Oberpfalz, Niederbayern, Oberbayern, Österreich und Tschechien ab. Die Ernst Lorch KG verfügt über ein weit ausgebautes Filialsystem in Südwesten Deutschlands sowie in Österreich und der Schweiz.

Zugang zu den Fahrzeugdaten

Auf ihrer Hausmesse präsentierten die Coparts-Gesellschafter ihren Werkstattpartnern nicht nur Ersatzteile und Werkstattausstattungen, sondern auch Konzepte zur Fahrzeugsteuerung. Im Fokus der Messebesucher stand beispielsweise eine Cloud-basierte Telematiklösung der Croup Auto International, an der die Coparts beteiligt ist. Zum Einsatz kommt die Applikation „Group Network Management Soft“ (GNM), die Fahrzeugdaten während der Fahrt ausliest. „Ziel ist es, Informationen zu den Verschleißzuständen der Autos an den GNM-Service zu senden und den Werkstätten und Flottenbetreiber zur Verfügung zu stellen“, erklärt Wohlgemuth. Die Telematik-Lösung der Group Auto und Coparts sei die Antwort auf die Fahrzeugvernetzung der Automobilhersteller, um die freien Kfz-Betriebe im Wettbewerb zu den Vertragswerkstätten zu stärken.

Zusammenarbeit mit Streetscooter

Profitieren sollen die Werkstattpartner der Handelsgruppe auch von der Global Automotive Service GmbH (GAS). Seit gut zehn Jahren steuert die Coparts-Tochter die Fahrzeuge großer Fuhrparks wie Hertz, Post, ADAC und ALD in ihr Werkstattnetz, zu dem rund 1.700 Betriebe gehören. Relativ neu ist die Kooperation mit Sreetscooter, Hersteller elektrischer Nutzfahrzeuge. Bereits heute schon verfüge GAS über das größte Servicenetz für Arbeiten an Elektrofahrzeugen in Deutschland, sagte GAS-Geschäftsführer Andreas Brodhage. Für den Ausbau des Netzwerks für Streetscooter sucht Brodhage noch qualifizierte Werkstätten, die die Elektroschulungen der Dekra besuchen und in die notwendige Werkstattausrüstung investieren. Sein Ziel hat der GAS-Geschäftsführer klar definiert: „Wir wollen weiter wachsen und der größte Auftragssteuerer in Deutschland werden.“

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